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Inglewood Food Tour Alberta - Kanada Städtereise und Calgary

Anz. Pers.
Kulinarischer Rundgang durch das älteste Viertel Calgarys
in Calgary

Text: Tom Reismann (SK-Scout und -Videograph)

Ganz gemütlich schlender ich nach dem Frühstück von der Innenstadt in Richtung „Inglewood“, dem ältesten Stadtteil von Calgary. Er liegt auf der anderen Seite des Elbow River, der ein Stück weiter in den Bow River mündet, gegenüber dem Fort Calgary. Fort Calgary ist ja der eigentliche Geburtsort von Calgary. Von der „North West Mounted Police“ wurde es im Jahre 1875 am Zusammenfluss von Elbow und Bow River erbaut.

Für mich geht es heute zur geführten Food Tour „Inglewood Edibles“. Eigentlich kann man den Beginn des Stadtteils Inglewood schwer verpassen, denn es steht ja ganz plakativ oben an der blau- und rostfarbigen Metallbrücke. Die Brücke wird gerade neu gestrichen, sehe ich. Schade eigentlich, mir hat gerade der rostfarbige Charakter gut gefallen. Passt irgendwie zum coolen Stadtteil Inglewood. Calgary ist ja inzwischen so etwas wie meine zweite Heimat und
Inglewood ist schon seit längerem einer meiner Lieblingsbezirke in der Westernstadt. Vor allem wegen der gemütlichen Cafes, den urigen Läden und Bars und der vielen, fantastischen Live-Musik. Besonders Jazz- und Blues-Fans kommen hier auf ihre Kosten.

Meine Foodie-Tour startet um 11 Uhr. Gefällt mir. Super-Timing für ein solches Erlebnis. Das Frühstück ist weit genug weg, aber man ist noch nicht wieder bereit für eine große Mahlzeit. Aber schon für ein paar Appetithäppchen!

Der Treffpunkt für die Tour ist im „Moonstone Creation“, eine Gallerie für indigene Kunst mit Souvenirladen. Hier treffe ich meine kleine Tourgruppe und Tourguide Jenny, ein waschechtes Calgary-Girl mit einer tiefen Liebe für die kulinarische Spezialitäten ihrer Heimatstadt. Es ist eng in dem Laden, aber so rückt man direkt zusammen, um der netten Besitzerin zuzuhören. Sie erzählt von der Geschichte und dem Heute der Cree-Nation und ihrem Kunsthandwerk. Gut, haut mich nicht vom Hocker, aber ich finde es sehr gut, dass auch auf einer solchen Tour versucht wird die lokalen Natives einzubinden und damit auch zu unterstützen.

Finde es aber gar nicht schlimm, wieder aus dem engen und warmen Souvenirshop rauszukommen, auch wenn der Weg zu unserer nächsten Foodie-Station kurz ist. Es ist das „Rouge Restaurant“ gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite. Wir schauen uns zunächst den Kräuter- und Gemüsegarten hinter dem Restaurant an. Dann geht es hinein. Die Innenausstattung ist sehr im kolonialischen Stil gehalten – gefällt mir. Jenny zeigt uns, wie man ein Salat-Dressing mit Honig, Olivenöl und Ei mixt – natürlich alles mit lokalen Zutaten. Dann gibt es für alle eine köstliche Zwiebelsuppe und einen überdurchschnittlich guten Geflügelsalat. Das Restaurant soll eines der besten in Kanada sein und hat wohl auch schon diverse Kulinarik-Preise gewonnen. Das schmeckt man!

Weiter geht es zum „The Silk Road Merchant“, einem Gewürzladen im alten englischen Stil. Hier arbeitet Jenny im „normalen Leben“ und kennt sich daher bestens aus. So erfahren wir so einiges über Gewürze und dürfen natürlich auch viel probieren. Farbenpracht und Geruchsexplosion –  ein echter Stopp für die Sinne!

Die nächste Station auf unserer Tour ist „Knifewear“, ein Laden für handgemachte Küchenmesser im japanischen Stil. Die sind so scharf, dass wir eine kleine Einführung bekommen, wie man professionell Gemüse schneidet, ohne dabei einen Finger zu verlieren. Dazu gibt es eingelegtes Gemüse zum Verkosten und eine kleine Vorführung, wie hier Messer geschärft werden.

Ja, dann wird es auch langsam Zeit für den Nachtisch, oder? Auf in die „Bite Groceteria“, eine Art großer Bio-Laden mit eigener Metzgerei, Bäckerei und einem Café. Erzählt wird uns hier einiges, unter anderem über den Öl-Millionär erzählt, dem der Laden gehört. Dazu gibt es Karottenkuchen und Kaffee, der recht gut aufweckt. Fehlt uns noch der Digestif! So schlendern wir ins „The Nash and Off Cut Bar“, wo dann der wirklich gesellige Abschluss der Tour stattfindet. Gemütlich. Und alkoholfrei. Der fruchtige Cocktail, der uns gereicht wird, hat keinerlei Umdrehungen.

Insgesamt bin ich wirklich angetan. Die „Inglewood Edibles“-Tour ist tatsächlich sehr abwechslungsreich. Und Jenny hat uns sicher von ihrer Liebe zu Calgary und ihrer Leidenschaft für die Kulinarik der Stadt überzeugt. Und das ganze wirklich kurzweilig. Man bewegt sich etwas und man lernt eine interessante Ecke von Calgary kennen. Ist wirklich mal was anderes!
Dauer:
ca. 3,5 Stunden

Termine 2019
Do. und Fr. um 11 Uhr vom 07. Mai bis 12. Oktober

Empfohlenes Mindestalter: 14 Jahre

Leistungen:
- 2-Gänge-Menü im Rogue Restaurant
- Wurst- und Bierprobe im Spolumbo's
- Pizza mit hausgemachtem Ricotta
- Tee und Gebäck
- 1 Cocktail

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieses Produkt nur zusammen mit mindestens einer weiteren Landleistung gebucht werden kann.
Scouting 2018 - Inglewood Tom