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Westkanada - zwei Wochen pures Glück


zwei Wochen mit dem Wohnmobil durch British Columbia und Alberta


Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kundin Lorena Mayer



Als wir an diesem Morgen aufwachten, konnten wir es erst gar nicht glauben - nach 9 Monaten des Wartens war nun endlich der 24. Juni 2015 gekommen - der Tag unserer Abreise in ein fernes, wunderschönes Land. Wir duschten noch ein letztes Mal in unserer Wohnung und packten die letzten Sachen zusammen. Dann ging es nach Frankfurt, wo wir einen Vorgeschmack auf die langen Strecken in Kanada bekamen. Unser Gate war das letzte und wir liefen und rannten gefühlte zehn Kilometer. Doch vorher wurde uns ein kleiner Schock versetzt: Einer der Koffer wog 35 Kilogramm! Gut, dass das Gewicht der beiden Taschen bemittelt wurde.

Als wir dann recht gestresst am Gate ankamen, hieß es zuerst einmal warten: Eine halbe Stunde Verspätung. Im Anbetracht der kommenden 11 Stunden, die wir im Sitzen verbringen mussten, bewegten wir uns noch ein wenig und hofften, dass der Abflug nicht noch weiter nach hinten verschoben wurde. Doch wir hatten Glück! Unsere Gebete wurden erhört und eine Stunde später befanden wir uns in der Luft nach Vancouver, British Columbia, Kanada. Leicht verschlafen aussehend, aber glücklich, kamen wir um 18 Uhr Ortszeit auf kanadischem Boden an. In Deutschland war es nun bereits 3 Uhr nachts und so fühlten wir uns auch. Doch bereits der erste Schritt in die Ankunftshalle sorgte dafür, dass wir uns sofort entspannten. Vancouver war so ganz anders, als wir es von den deutschen Flughafen kannten - ruhiger, schöner und vor allem viel liebevoller gestaltet. Schnell holten wir unser Gepäck ab und unterhielten uns bereits mit dem ersten Kanadier, der - wie erwartet - beeindruckend freundlich war und uns einen guten ersten Eindruck dieses Landes vermittelte.

Der Shuttlebus zum Sandman Hotel - auch hier hatten wir es von Seiten des Busfahrers mit einem gut gelaunten, sehr humorvollen Mann zu tun, der uns in den wenigen Minuten der Busfahrt ganz Vancouver erklärte - kam schnell und dort angekommen, fielen wir sofort wie erschlagen ins Bett und schliefen ganze neun Stunden - bis 5 Uhr kanadischer Zeit. Die Stadt schlief noch und wir entschlossen uns, noch etwas liegen zu bleiben und ab sieben Uhr den Pool zu genießen, womit wir die einzigen waren. Nach einem deftigen Frühstück - bestehend aus Pancakes und geschätzten drei Litern Ahornsirup - bei Deny's, einer kanadischen Kette, die wir bald lieben lernten, fühlten wir uns gestärkt genug. Ein Taxi fuhr uns nach Langley. Auf der Fahrt bekamen wir bereits die ersten Eindrücke der Stadt und auch des Landes und seiner Einwohner. Die Autofahrer schienen weniger gehetzt, freundlicher und lockerer als wir Deutschen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir im Urlaub angekommen waren.

An der Vermietstation in Langley schien man uns trotz zahlreicher anderer Ankommender an den Nasenspitzen anzusehen, dass wir Deutsche sind, so dass wir sofort mit "Guten Tag" begrüßt wurden. Wir sahen uns überrascht an und fragten uns, woran man uns als typisch deutsch identifiziert hatte - Shirts mit einem Ahornblatt auf der Vorderseite hatten wir nämlich bereits gekauft.

Unsere Einführung ins Wohnmobil konnte sofort beginnen. Bald konnte es losgehen. Zuerst steuerten wir einen Supermarkt an, um uns für die nächsten zwei Wochen so gut es ging auszurüsten. Natürlich durften dabei keine Marshmallows und Ahornsirup fehlen - eben für das echte Kanada-Campingerlebnis.

250 Dollar ärmer, aber amüsiert vor allem von typisch deutschen Produkten wie dem "guten Schlesierbrot"; mit altdeutscher Schrift mitten zwischen kanadischen Waren - besprachen wir nun grob unsere Route und fuhren schließlich los - raus aus der Stadt und auf nach Hope auf dem Trans Canada Highway. Danach sollte unsere Reise uns nach Tête Jaune Cache weiter im Norden - vorbei an Kamloops, Clearwater und Valemount - führen, von wo aus wir nach Jasper und durch den gleichnamigen Nationalpark fuhren, wieder Richtung Südosten bis nach Banff. Von hier aus ging es bereits zurück über den TCH bis nach Revelstoke durch den Glacier Nationalpark und ab Sicamous Richtung Süden auf dem Highway 97 - bis nach Osoyoos, das ganz nah an der Grenze zu den USA liegt. Über Princeton und durch den Manning Provincial Park kamen wir wieder zurück nach Hope und von dort innerhalb eines Tages nach Vancouver, wo wir uns nach zwei Wochen wieder von Kanada verabschieden mussten. Der Sediment beladene Fraser River begleitete uns auf unserer Fahrt ab dem ersten Tag und blieb lange an unserer Seite - bis Lytton, wo wir sein Zusammentreffen mit dem klaren Thompson River beobachten konnten. In diesem verlassenen Dorf machten wir auch ein Foto von einem Plastikskelett, das hinter dem Fenster eines alten, verlebten Hauses platziert war. Es war so spiegelbildlich wie es nur möglich ist für diese Gegend.

Doch zunächst bestaunten wir Hell's Gate, einen Engpass, der wirklich an ein Höllentor erinnert, das bisher nur von wenigen Menschen mit Boot oder Kanu lebendig durchquert wurde. Wir jedoch konnten bequem die Gondel nehmen, die uns über die Stromschnellen transportierte. Hier wurde uns die raue und zugleich wunderschöne Seite Kanadas zum ersten Mal richtig bewusst. Später würden wir selbst versuchen, den Fraser beim Whitewater Rafting zu bezwingen, aber dazu später mehr.

Die Tour ging weiter und wir spürten, wie sich die zuvor noch grüne und satte Landschaft in eine karge Wüste verwandelte. Zugleich hatten wir außergewöhnlich hohe Temperaturen für diese Region erwischt - 35 Grad zeigte das Thermometer unseres Campers an, als wir bei Cache Creek, das uns an amerikanische Westernfilme erinnerte, ankamen, um kurz die trotz Klimaanlage kochenden Füße ins Wasser zu strecken. Bis auf wenige Bighorn Sheeps begegnete uns hier kaum jemand. Je näher wir Kamloops kamen, umso freundlicher wurde die Gegend und bald versuchten hier auch wieder Landwirte mit künstlichen Bewässerungsmethoden etwas Leben aus dem ausgetrockneten Boden zu ziehen. Bisher hatten wir noch keine Elche, Bären oder ähnliches gesehen - doch wer konnte es ihnen verdenken bei dieser lebensfeindlichen Vegetation?

Wir waren beeindruckt und staunten über die Entwicklung, die wir mit jedem Kilometer betrachten konnten. Bis wir schließlich im schönen Clearwater ankamen. Hier verbrachten wir zugleich die erste Nacht in einem Nationalpark. Aufgrund der Nähe zu Wasserfällen wählten wir zuerst einen Campground aus, der mitten in der Natur lag. Als wir jedoch noch keine Minute aus dem Camper ausgestiegen waren, zählten wir bereits zehn neue Moskitostiche und entschieden uns, dass wir hier doch nicht bleiben wollten. Stattdessen fuhren wir weiter auf einen großzügigen Full Hook-Up-Platz, wo wir die Dusche sehr zu schätzen wussten und etwas weniger fliegengeplagt waren. Wie es für die Gegend fast schon ein Muss zu sein schien, wollten auch wir die Gelegenheit zum Whitewater Rafting nutzen, schreckten jedoch etwas vor den horrenden Preisen zurück. Wir beschlossen, noch etwas weiter zu suchen - und wählten richtig. Denn vorbei an Blue River, das wirklich von einem unglaublich blauen Fluss durchquert wurde, kamen wir bald bei Tête Jaune Cache an. Von nicht französisch sprechenden Touristen hörten wir in den nächsten Tagen noch amüsante Variationen dieses Städtenamens. Beim "Gelbkopfbach" hatten wir nun endlich einen wahnsinnig unterhaltsamen Anbieter für Whitewater Rafting gefunden. Wir wurden in 6er Gruppen eingeteilt und ausgerechnet unser Boot enthielt die meisten Nicht-Kanadier. Wir, bestehend aus zwei Briten, uns zwei Deutschen, einer Italienerin und einem Kanadier aus Edmonton, nannten uns bald das "UN-Boat" und hatten sichtlich Spaß und kaum Sprachbarrieren. Das Team tat alles, um seine Gäste bestmöglich zu unterhalten und wir erlebten einen unfassbaren Spaß mit abschließender Schwimmrunde im eiskalten Fraser - Gletscherblick inklusive.

Später am Visitor Center des Mount Robson angekommen, sagte man uns, dass wir eine beliebte Reisezeit erwischt hatten und daher leider kein einziger regulärer Campingplatz im Nationalpark Jasper mehr frei war. Wir verbrachten also hier eine Nacht, was wir nicht weiter schlimm fanden. Wir hatten Spaß am Holzhacken gefunden und versuchten auch hier wie gewohnt, ein abendliches Lagerfeuer anzuzünden, stellten jedoch erneut fest, dass die Nähe zum Fraser River die kleinen, blutsaugenden Ungeheuer von Moskitos anzieht. Wir gingen also früh ins Bett, schließlich wollten wir am nächsten Tag auch unter den Ersten in Jasper sein. Zudem machten wir hier die beliebte Wanderung auf dem Berg Lake Trail - 12 Kilometer bei knapp 40 Grad. Das kalte Wasser begleitete uns - Gott sei Dank - die ganze Strecke über und der Blick auf die spiegelglatte Wasseroberfläche des türkisfarbenen Kinney Lake, in dem sich der schneebedeckte Berg spiegelte, belohnte uns redlich für unser Schweißtreiben. Ich als großer Wildtierliebhaber war schon in Deutschland begeistert von der Ankündigung in meinem Reiseführer. Ein großer Campground in Jasper häufig von Wapiti-Hirschen besucht wurde. Wir fuhren also früh dorthin und hofften, nicht auf den "Overflow-Campground" untergebracht werden zu müssen - Schotterplätze ohne Service, die nur geöffnet waren, wenn sonst alle Plätze belegt waren. Wir hatten Glück und der Abend war ein wahnsinniges Schauspiel, denn wir hatten plötzlich keine zehn Meter von uns einen Hirschen zu Besuch. Er wirkte so vertraut und an Touristen gewöhnt, dass wir schon scherzten, ob er gleich ein Marshmallow mit uns grillen würde. Auch die Streifenhörnchen genossen es an diesem Abend, im Mittelpunkt zu stehen und rannten zwischen den Campingplätzen umher. Wir fühlten uns hier pudelwohl und waren fast enttäuscht, am nächsten Tag abreisen zu "müssen". Unser Weg führte uns zu den Miette Hot Springs, wo wir auf einer ruhigen Schotterstraße auch einen Bären gemütlich die Straße überqueren sahen, so als wären wir mit unserem Camper gar nicht beachtenswert. In den etwa 45° heißen Quellen genossen wir den Blick auf die Berge und ins Tal und waren einfach rundum glücklich. Der Icefield Parkway, von unserem Reiseführer als einer der schönsten Straßen Kanadas angekündigt, führte uns daraufhin schnell in schwindelerregende Höhen und wir waren überrascht, wie zügig wir vom Schwitzen in kurzen Hosen und Shirts in eiskalte Gegenden kamen, wo wir mit Mützen den Gletscher hinaufliefen. Am abgesperrten Weg, der keinesfalls verlassen werden durfte - was sonst passiert, wurde uns auf Schautafeln verdeutlicht und die Bilder der Verschütteten und in Erdspalten gestürzten Menschen schockten uns tatsächlich ziemlich - waren Schilder aufgestellt, die uns zeigten, wie weit das Eis noch bis einem bestimmten Jahr reichte. Der Klimawandel hinterließ hier deutliche Spuren, denn in den letzten zehn Jahren schmolz so viel Eis wie sonst in knapp 100 Jahren.

Der Parkway wurde auch von den für uns bisher beeindruckendsten Wasserfällen gesäumt - den Athabasca Falls. Die Wassermassen faszinierten uns und schienen beinahe alles in die Tiefe reißen zu wollen, was im völligen Kontrast zu den unrealistisch still wirkenden Seen der Gegend stand. Auf der Strecke Richtung Banff fuhren wir wieder etwas ins Tal hinein und genossen die grünen, weiten Landschaften. Bald erreichten wir Lake Louise, das wir aufgrund der Touristenmassen jedoch schnell hinter uns ließen. Wir fuhren also weiter nach Banff, wo wir einen schönen Campground fanden. Hier hatten wir am nächsten Tag einen der besten Ausblicke der ganzen Tour, als wir die Banff Gondola auf den Sulphur Mountain nahmen. Die Sicht über die Stadt und die umliegenden Wälder und Berge war einfach atemberaubend schön und wir waren uns wieder einmal bewusst, wie richtig die Wahl war,nach Kanada zu gehen.

Hier zog es uns auch zu einem Wanderweg um den Emerald Lake, der seinen Namen ("Smaragd See") absolut verdient hatte. Das Grün des Sees und seine erfrischende Kühle belebten uns zusätzlich und wir genossen jede Minute in dieser wunderschönen Gegend, die eine perfekte Symbiose zwischen Wasser, Erde und Luft darstellte. Weiter ging es raus aus Banff und durch den Yoho Nationalpark, indem wir erneut Hirsche - im Englischen verwirrend als Elk bezeichnet - beobachten konnte. Wir konnten uns an diesen Tieren absolut nicht sattsehen und als bald sogar zwei Bären auf einer Wiese am Straßenrand herum spazierten, waren wir hin und weg und machten dutzende Fotos, um diesen unglaublichen Augenblick festzuhalten.

Ab diesem Punkt wurde uns bereits bewusst, dass wir quasi Bergfest feierten und uns bereits auf dem Rückweg befanden, was wir mit etwas Melancholie betrachteten, hatte uns Kanada doch so verzaubert. Vorbei an wunderschönen Seen und geschichtsträchtigen Museen, die vor allem an den Goldrausch und den damals sehr beschwerlichen Bau des Bahnlinienbaus erinnerten, kamen wir bald aus der grünen und von verschneiten Hügeln durchzogenen Landschaftszone heraus und fuhren in eine Gegend, die wir in Kanada typischerweise eher nicht erwartet hatten. Richtung Süden erinnerte uns der Highway 97 immer mehr an die Gegend am Gardasee Italiens - mediterran, mit Obstplantagen und Weinreben übersäht und angenehm warm. Der Okanagan Lake erschien uns beinahe unendlich lang und die immer häufiger auftauchenden U-Pick-Fruchtstände forderten uns schließlich heraus - wir wollten selbst Kirschen pflücken! Schließlich hielten wir also an einem der Plantagen an und sprachen die dort arbeitende Frau an, ob wir uns etwas selbst pflücken durften. Sie telefonierte kurz und plötzlich stand etwas unerwartet ein Golfcaddy samt Fahrerin vor uns. Mit rasantem Tempo und um haarscharfe Wendungen fuhr sie uns ein paar Minuten raus zu den Kirschenbäumen. Sie zeigte uns, wo wir etwas pflücken durften und verschwand beinahe wortlos. Nun standen wir da, lachten uns beinahe kaputt wegen dieser ungewohnt abenteuerlichen Aktion, mit zwei Blecheimern in der Hand. Wir begannen also zu pflücken und waren uns bald sicher, dass dies ein Augenblick sei, an den wir uns noch ewig zurückerinnern würden. Wir fanden den Weg überraschenderweise ohne Probleme zurück, bezahlten und genossen zwei Pfund frische, selbst gepflückte Kirschen auf unserer weiteren Fahrt. Auch auf unserem nächsten Campground kamen wir mit - erwartungsgemäß - wahnsinnig netten und witzigen Kanadiern ins Gespräch und tauschten gegen Ende des Abends einen Teil unser selbst gepflückten Früchte gegen zwei gekochte Krebse, die sie selbst am See gefangen hatten und köstlich schmeckten - wir lachten, erzählten bis spät abends und genossen die Zeit.

Unseren letzten Proviant verspeisten wir mit Blick auf Summerland, das keinen treffenderen Namen hätte haben können, und zwischen Streifenhörnchen, wunderschönen Gärten und Kolibris in den Ornamental Gardens. Hier ergriff uns bald tiefe Sentimentalität, da unsere letzten drei Tage in Kanada angebrochen waren und wir uns noch nicht vorstellen konnte, auf überfüllten deutschen Autobahnen in dicht bewohnte Städte zu fahren. Auf unserer Strecke durch den Manning Provincial Park fuhren wir auf den Cascade Mountain Viewpoint, den wir nach wenigen Kilometern eng geschwungener Passstraße erreichten. Der Ausblick war umwerfend und wir sahen hinüber bis auf Berge der Vereinigten Staaten. Es wunderte uns dennoch, warum es hier oben so düster aussah, obwohl eigentlich die Sonne schien. Als wir am nächsten Campground ankamen und via Internet mit unserer Familie Kontakt aufnahmen, erfuhren wir, dass diese sich viele Sorgen machte, da die Nachrichten die schlimmsten Waldbränden in Westkanada seit Jahrzehnten meldeten. Uns war bereits zuvor aufgefallen, dass auf Straßenschildern am Highway der Campfire Ban als "in effect" angezeigt wurde, es also nun aufgrund der Dürre in British Columbia und Alberta verboten war, Lagerfeuer anzuzünden. Dennoch wussten wir nicht, dass, wären wir nur einen Tag später in Kelowna weggefahren, wir wohl von den Flammen eingekesselt worden wären. Dementsprechend erleichtert waren wir, als wir in Deutschland wenige Tage später hörten, dass die Feuer wohl wieder unter Kontrolle gebracht wurden, auch wenn sie weite Teile westkanadischen Waldes vernichtet hatten.

Unser letzter Streckenabschnitt führte uns über Hope und Chilliwack nach Langley, wo wir den Camper abgeben mussten. Der Hope Slide, bei dem 1965 rund 3 Kilometer Straße und vier Menschen mitsamt ihren Fahrzeugen unter Geröll verschüttet wurden, sorgte für eine Erhöhung des kompletten Tals und erforderte, dass ein großer Teil des Highways verlegt werden musste, was zugleich beeindruckend schockierend als auch beängstigend. Als Abschluss vor Erreichen von Langley schauten wir uns die Bridal Veil Falls - die Brautschleierfälle - in regenwaldartigen Waldgebieten an und genossen beeindruckt das letzte Stück Natur unserer Reise. Denn bereits am nächsten Tag befanden wir uns pünktlich auf unserem Rückflug nach Frankfurt, wo wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge und einem gewaltigen Jetlag ankamen. Egal, ob es gigantische Wasserfälle, glasklare Seen, wilde Tiere in unserer unmittelbaren Nähe, sympathische Kanadier, steile, unbezwingbare Seen, monströse Gletscher oder tote Wüstengegenden waren - uns faszinierte alles gleichermaßen und riss uns vollständig in den Bann dieser Gegend. Wir haben noch vor Abreise beschlossen - das war nicht unser letzter Aufenthalt in diesem faszinierenden, riesigen und doch so verlassenen Land. Danke für alles, Kanada - und natürlich SK Touristik!