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Reisewissen - Banff
Banff
Das kleine "Touristen"Städtchen
von Ole Helmhausen, Rainer Schoof

Dies vorweg: Puristen finden Banff überkommerzialisiert und ein Unding, weil es mitten im Banff National Park liegt. Doch ganz so einfach ist es nicht! Das Städtchen anderthalb Stunden westlich von Calgary im Bow Valley begann 1883 als Depot der Canadian Pacific Railway. Im gleichen Jahr entdeckten Bahnarbeiter am Sulphur Mountain heiße Quellen. Fünf Jahre später eröffnete CPR unweit davon das weltberühmte Fairmont Banff Springs Hotel und initiierte angesichts des phänomenalen Erfolgs die Schaffung eines Nationalparksystems in den Rocky Mountains – heute die zusammenhängenden Parks Banff, Jasper, Yoho und Kootenay! Banff selbst ist, aller Kommerzialisierung zum Trotz, dank seiner schneebedeckten Hausberge Mt. Rundle und Cascade Mountain, bis heute ein echter Hingucker. Eine normale Stadt ist es allerdings nicht. Zehn Gehminuten in jede Richtung, und man steht bereits mit einem Fuß im Reich von Wölfen und Grizzlybären. Dem Druck, den die jährlich 5 Millionen Besucher des Banff National Park auf die Umwelt ausüben, begegnet man mit strengsten Bauvorschriften, einer Einwohnergrenze von 10 000 und der Schließung bestimmter Straßen während der Beerensaison. “Unnormal” ist Banff schließlich auch hier: Das Durchschnittalter liegt knapp über 30 Jahren. Wer sich hier niederlässt und im Tourismus arbeitet, hat sich von den fantastischen Outdoormöglichkeiten locken lassen. Wie sagte uns der deutsche Manager eines Pubs an der Banff Avenue doch gleich: In Banff zu arbeiten sei wie Ferien das ganze Jahr über! Und dürfen wir ergänzen? Entsprechend gut ist abends die Stimmung.