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Expeditionsreise in Nunavut Nunavut - Kanada Andere Tierbeobachtungen und Mehrtagesexkursion

Trip in die Arktis

Reisebericht von Markus Knüpp

Hoch in den Norden zur Arctic Watch Wilderness Lodge Expeditionsstation! Mit dieser Maschine geht es gleich nach Calgary, meine erste Zwischenstation auf dem Weg in Arktis. Das Ziel heißt Arctic Watch Wilderness Lodge. Handschuhe, Mütze und Skihose sind mit dabei.

Ich hab es bis Yellowknife geschafft. Ron von NWT Tourism hat mich am Airport abgeholt und es gab noch ein "Welcome Beer" im Black Knight Pub. Aber jetzt, 28 Stunden nach dem ersten Weckerklingeln, muss ich schlafen.

Die letzte Etappe der Anreise geht in wenigen Minuten los. Mit einer kleineren Maschine geht es von Yellowknife nochmal 1500 Kilometer nach Norden. Gebt mal bei Google Maps "Cunningham Inlet" ein. Dort oben treibe ich mich in der nächsten Woche herum.

Ich bin da!! Schon die Anreise hierhin ist der absolute Hammer. Der Flieger landet auf einer Schotterpiste im Nirgendwo, dann wird man mit einem uralten Unimog weitertransportiert, um schließlich noch mit Rafts einen Fluss zu überqueren. Einfach nur cool!

Weitertransport im Umimog. Die letzte Etappe zum Camp. Arctic Warch Wilderness Lodge. Endlich bin da! Meine Cabin für die nächste Woche ist herrlich.

Wir warten auf die Belugas. Der Sommer hängt hier ca. 3 Wochen zurück, so dass noch zuviel Eis im Inlet ist. Eisbären und Robben konnten wir weit draußen auf dem Eis schon beobachten, aber noch keine Wale. Also, Daumen drücken! Endlich wieder Sonnenschein und es wird wärmer, also immerhin 7 Grad. Ein traumhafter Tag: 1 Stunde ATV-Tour ins Inland, dann noch 2 Stunden zu Fuß weiter und nach der Mittagspause geht es mit Rafts auf dem Cunningham River zurück zur Lodge.

Sonne, ordentlich Wind, 4 Grad und immer noch viel Eis im Inlet. Wir fahren an der Küste entlang, auf der Suche nach Schneefüchsen, Robben und Eisbären. Es ging ein ganzes Stück raus auf das Packeis, welches eigentlich gar nicht mehr hier sein sollte. Ich direkt IN der Nordwestpassage. Die Eisbären sind noch relativ weit draussen auf dem Packeis, aber die Guides haben aus Sicherheitsgründen immer eine geladene Waffe dabei. Auf dem Rückweg versenken wir dann fast eins von den John Deere Geländefahrzeugen und ein ATV, weil der Wasserspiegel in den Bächen innhalb von einer Stunde um ca. 30 cm gestiegen ist.

Leider hat sich das Eis in der Nordwestpassage so ungewöhnlich lange gehalten, dass die Wale noch nicht ins Inlet gelangen. Allerdings werden wir durch andere Tiersichtungen. Den Moschusochsen sind wir zu Fuß ziemlich nahe gekommen. Wirklich beeindruckende Tiere.