Unsere Website verwendet Cookies. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

      Cookies löschen
Roadtrip an der Westküste
Text zum Textwettbewerb 2018
Autorin: Heike Paulus


Las Vegas - Red Rock Canyon - Death Valley NP - Valley of Fire SP - Oak Creek Canyon - Lake Pleasant - Organ Pipe Cactus Monument - Saguaro NP - Chiricahua NM - Lost Dutchman SP - Sunset Crater NM - Petrified Forest NP - Canyon de Chelly NM - Lake Powell - Grand Canyon NP - Lake Mead - Valley of Fire SP - Las Vegas

Vorwort:
Als wir (mein Mann Frank und ich, Heike) unsere Reise bei SK-Touristik gebucht hatten, war die Routenplanung noch eine ganz andere. Wir wollten wieder die Nationalparks/Stateparks anfahren, die wir bereits 2012 schon besucht hatten, nämlich Valley of Fire, Zion, Bryce Canyon sowie Grand Canyon mit North Rim.

Geplant war, sich einfach für diese Parks intensiv Zeit zu lassen, dort mehrere Tage zu bleiben und zu wandern. Deshalb hatten wir auch nur 1500 Meilen als Paket vorgebucht. Als ich dann beim Lesen von Reiseberichten plötzlich auf den Canyon de Chelly stoß, war klar, den müssen wir auch anfahren. Kurze Zeit später sahen wir im Fernsehen einen Bericht über Südarizona. Als ich dann noch las, dass die beste Reisezeit April und Mai ist (wegen noch erträglichen Temperaturen und weil dann die Wüste blüht) und der North Rim am Grand Canyon erst Mitte Mai öffnet, beschlossen wir einstimmig die Route zu ändern. Der ursprünglich geplante Urlaub läuft nicht weg und dafür ist unserer Ansicht nach die bessere Zeit dann eher der Monat September. Also ging's dann mit geänderter Route wie folgt los:

26. April - sonnig
Endlich ist es wieder so weit und der Urlaub kann beginnen. Um 4:15 Uhr geht es los zum Frankfurter Flughafen und um 9:30 Uhr hebt dann unsere Condor-Maschine nach Las Vegas ab. Wir landen planmäßig um 12:20 Uhr und ließen uns direkt mit dem Taxi ins Luxor Hotel bringen. Da wir ja noch den halben Tag vor uns hatten, konnten wir noch gemütlich den Strip entlang schlendern. Bis zum Treasure Island Hotel sind wir gelaufen (dies haben wir nämlich für die letzen 2 Nächte unseres Urlaubes gebucht). Beim Rückweg hatten wir uns dann fürs Abendessen einen Salat und 2 Hühnchenpittas und eine große Dose Bier gekauft, die wir dann in einem Park verspeist haben. Essen zu gehen hatten wir irgendwie keine Lust mehr. Wie sich dann auch herausstellte, war heute Abend ein Eishockeyspiel in der T-Mobile-Arena und wir sahen die ganzen Fans dorthin pilgern. Nach unserem Essen folgten wir den Fans und bekamen wirklich noch richtig Programm vor dem Stadion geboten; inklusive Cheerleader. Da wir wirklich schon lange auf den Beinen waren sind wir dann auch um 20:30 Uhr todmüde ins Bett gefallen.

27. April - sonnig
Da wir bereits schon von zu Hause mit Road Bear vereinbart haben, dass wir um 8 Uhr den Camper abholen, mussten wir schon früh um 6:15 Uhr aufstehen, um dann pünktlich mit dem Taxi dort zu sein. Es lief wieder alles sehr reibungslos. Wir hatten den Camper 27- 30 Zoll, der mit dem Panoramafenster im Schlafzimmer, gebucht. Den hatten wir bereits schon zweimal gemietet, da er uns so gut gefällt. Deshalb hatte ich auch direkt beim Check-in schon darauf hingewiesen den wieder zu bekommen. Erhalten haben wir aber den mit 2 Slideouts, der noch ein Stückchen länger (28 - 30 Zoll) ist. Das lag daran, dass es noch andere Fahrzeugkategorien gab, als wir den Camper gebucht haben. Erst waren wir etwas enttäuscht, dann haben wir gedacht, ok, wir schauen uns den mal an. Und als wir dann noch erfahren haben, dass das Ding neu ist (5581,5 Meilen) und vorher noch nie vermietet war, außer der Überführung von Chicago nach Las Vegas, haben wir ihn genommen.

Um 9:30 Uhr sind wir dann mit dem Riesengefährt vom Hof gerollt und zum nächsten Supermarkt gefahren. Nachdem wir dann unsere Essens- und Getränkevorräte aufgefüllt haben und damit die Kreditkarte zum Glühen brachten, ging's direkt in den westlich von Las Vegas gelegenen Red Rock Canyon. Der ist auch nur 45 Minuten von Las Vegas entfernt und daher optimal als erster Campground. Zum Glück hatten wir dort noch den letzten Platz erwischt. Hier konnten wir entspannt erst einmal unsere Taschen auspacken und uns gemütlich einrichten. Mensch, hat das Mobil einen Stauraum. Im Park sind wir dann den 13 Meilen langen Scenic Drive abgefahren und haben uns auf dem 4,1 Kilometer langen Ice Box Trail die Füße vertreten. In der Hitze eine echte Herausforderung! Der erste Wohnmobiltag war jetzt schon ein voller Erfolg!

28. April sonnig
Heute morgen ging es wieder früh los. Um 7:15 Uhr rollten wir los. Unser Ziel: Death Valley. Der erste Stop im Death Valley war schon ein Augenschmaus, der Zabriskie Point. Eine tolle wellenförmige Sandsteinformation. Da es im Death Valley bereits Nebensaison ist, haben wir auf dem Furnace Creek CG noch ein sehr schönes Plätzchen bekommen. Aufgrund der Hitze und der Tatsache, dass mittags das Licht zum Fotografieren nicht so optimal ist, haben wir erst einmal Mittag gemacht und im Schatten unserer Markise relaxt.

Danach ging es mit neuer Energie zu den Mesquite Flat Sand Dunes. Eine doch schon sehr große Dünenlandschaft. Die Dünen hoch gelaufen sind wir aufgrund der Hitze nicht, aber ein Stück durch den Sand sind wir schon marschiert. Wasser, Sonnenmilch und Kopfbedeckung sind hier im Death Valley unsere ständiger Begleiter. Da wir leider kein Thermometer dabei haben, können wir uns nur auf die Angaben des Visitor Centers verlassen, die 38 Grad anzeigen. Nach den Dünen sind wir noch mal zum Zabriskie Point gefahren; das Licht war jetzt zum Fotografieren viel besser. Da wir gestern Feuerholz gekauft haben, gab es heute was vom Grill und anschließend noch ein kleines Lagerfeuer. Der Sternenhimmel ist hier schon sehr faszinierend. Bedingt durch den Vollmond, allerdings nicht so intensiv wie sonst vielleicht. Das Moonlight allerdings sehr faszinierend. Wir sind dann sogar im Stuhl eingeschlafen...

29. April sonnig
Heute morgen war es erst etwas wolkig. Die Wolken haben sich dann aber ganz schnell im Nichts aufgelöst. Nachdem wir dann draußen gefrühstückt haben, fuhren wir zum Trailhead des Golden Canyon Trails. Um 7:45 Uhr sind wir auch schon gestartet, da es erstens einigermaßen von den Temperaturen her erträglich war und zweitens die Sonne den Canyon noch in schöneren Farben zeigte.

Dieser Roundtrip hat sich echt gelohnt. Er führte durch diese tollen Sandsteinformationen hoch zum Zabriskie Point, dann durch eine Gulch und wieder durch den Canyon zurück. Schnell wurde unser Rucksack um die Wasserflaschen erleichtert. Nachdem wir uns dann ein wenig entspannt haben, fuhren wir am Nachmittag über den Devils Golf Course (geriffelte Salzfläche) zum Badwater Basin. Das ist eine große, weiße, auskristallisierte Salzfläche, die wie ein Schneefeld aussieht. Sie liegt 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel und ist somit der tiefste Punkt des nordamerikanischen Festlandes. Beim Rückweg zum Parkplatz haben wir dann auch oben im Berg das Schild "Sea Level" entdeckt. Schon ganz witzig. Den Abend haben wir draußen in angenehmer Wärme ausklingen lassen. Fledermäuse beobachteten wir beim Fangen des Abendessens, auch eine Desert Kangaroo Rat lief uns um die Füße. Heute Abend gab es vereinzelt ziemlich starke Windböen.

30. April wolkig, mit sonnigen Abschnitten
Heute sind wir nicht, wie bei der Reinfahrt über die schnellste Route (#190), sondern über die längere, aber viel schönere Strecke (#178) aus dem Death Valley rausgefahren. Da wir schon vor 7:00 Uhr weggekommen sind, lag die Landschaft in einem ganz tollen Licht. Heute geht es ins Valley of Fire, wo wir 2012 bereits schon einmal waren und uns so super gefallen hat. Da wir früh dran waren, bekamen wir auch noch einen tollen Platz auf dem Atlatl Rock Campground. Dieser ist oft schon früh ausgebucht, da es wirklich ein sehr sehr schöner Campground inmitten von roten Felsen ist. Wir fuhren dann auf der Scenic Road bis White Dome und sind den wunderschönen Trail gelaufen. Den konnten wir 2012 aus Zeitmangel nicht mehr wandern. Zur Fire Wave sind wir natürlich auch wieder. Sie ist einfach so schön anzusehen, aber natürlich auch sehr frequentiert. Anders ist das beim Crazy Hill, ein Geheimtipp der Autoren unseres Reiseführers. Es gibt dort keine offizielle Wegbeschreibung hin und somit waren wir dort ganz für uns und konnten ihn in Ruhe fotografieren. Der Hügel ist total bunt. Ich muss sagen, dass er mir fast besser gefallen hat als die Fire Wave. Leider waren wir nur ein bisschen spät dran und er war nicht mehr von der Sonne angeleuchtet. Also müssen wir da morgen unbedingt wieder hin.

01. Mai - bewölkt, ab und an Sonne, abends Regen
Heute Morgen schwirrten schon die Kolibris in den Büschen umher und ich sah einen großen Hasen. Nach dem Frühstück stand Wandern auf dem Programm, und zwar der Prospect-Trail. Wir liefen direkt vom Campground los. Er führt bis zum White Dome Loop, ist aber aufgrund der Tatsache, dass er fast ausschließlich durch ein Flussbett aus Schotter läuft, sehr anstrengend zu laufen. Es fehlen auch Schilder mit Angaben, wie weit es noch ist. Da wir nur wussten, dass eine Strecke 7,4 Kilometer ist, wir aber bereits schon fast drei Stunden unterwegs waren, kehrten wir schließlich um. Ja, vielleicht wäre es nicht mehr weit gewesen, aber der Weg änderte sich landschaftlich auch nicht mehr viel. Zum Schluß sind wir doch 19,5 Kilometer gelaufen, da wir vom Campground aus los sind. Nachdem wir unseren Füßen eine kleine Ruhepause gegönnt hatten, sind wir noch zum Rainbow Vista gefahren und zum Crazy Hill, den wir dann tatsächlich noch im Sonnenschein erwischt haben, denn hinten zogen schon dunkle Wolken auf. Kurze Zeit später hat es auch schon geregnet, sodass wir diesmal leider im Wohnmobil essen mussten.

02. Mai - Regen und Schnee
Als wir aufstanden war es noch sonnig, dies änderte sich aber schnell. Bei der Fahrt am Lake Mead vorbei war es schon sehr bewölkt. Wir ließen Kingman hinter uns und kurz vor Flagstaff fing es dann an zu schneien. Hinter Flagstaff war sogar die Fahrbahn zugeschneit und die Schneepflüge waren im Einsatz. Es ist wirklich kaum zu glauben, aber um uns herum lag eine Winterlandschaft. Ich war schon ziemlich angespannt, vor allem als es auf der #89a die Serpentinen runter in den Oak Creek Canyon ging, aber Frank blieb relaxt und brachte uns samt Auto sicher nach unten auf den Pine Flat Campground. Dieser liegt im National Forest links und rechts der Straße zwischen Bäumen. Ziemlich urig, aber leider hat es dann, nachdem es für kurze Zeit trocken war, angefangen zu regnen.

03. Mai - sonnig
Letzte Nacht war sehr kalt. Im Innenraum des Campers waren es morgens nur 8 Grad. Nach dem Frühstück fuhren wir direkt zum Devils Bridge Trailhead. Zum Glück waren wir so früh dran, denn die Parkplätze hier sind schnell überfüllt. Der Trail war sehr schön und hat sich wirklich gelohnt. Er führte zu einer großen Felsbrücke. Unser Ziel heute war der Tortoise Campground am Lake Pleasant nördlich von Phoenix. Schon bei der Fahrt dorthin erblickten wir die ersten riesigen Kakteen, die Saguaros. Der Campground ist riesengroß, aber sehr schön weitläufig am See gelegen. Die Campsite, die wir bezogen, war auch toll (mit direktem Zugang zum See), aber leider hatten wir einen "Crazy"- Nachbar, der die Musik ziemlich laut aufdrehte. Dies den noch verbleibenden Tag anzuhören, war uns einfach zu viel und somit wechselten wir die Campsite. Der neue Stellplatz war dann auch viel schöner (höher gelegen mit Blick auf den See hinunter). Im See gönnte ich mir dann auch eine Abkühlung. Das Wasser war gar nicht so kalt. Hier um den See stehen wirklich teils bis zu 8 Meter hohe Kakteen. Wirklich faszinierend so was mal live zu sehen und nicht nur aus den Westernfilmen! Den Abend ließen wir am Lagerfeuer ausklingen. Der Sternenhimmel sorgte für die perfekte Stimmung.

04. Mai - sonnig
In der Nacht kam ziemlicher Wind auf, der sich dann aber kurz nach Sonnenaufgang schnell gelegt hat. Wieder steht ein toller Tag vor der Tür. Heute fahren wir in das Organ Pipe Cactus NM. Der Park erfordert zwar schon einen kleinen Umweg, lohnt sich aber auf alle Fälle. Wie immer geht es früh los, wir fuhren in Phoenix noch durch Sun City, das Rentnerparadies! Ja, da stehen schon ein paar hübsche Häuser.

Auf dem Weg zum Organ Pipe fielen uns schon die Checkpoints der Border Kontrolle auf (wohl die von Trump angekündigten verstärkten Kontrollen zur mexikanischen Grenze). Der Park liegt direkt an der mexikanischen Grenze (ca. 3 Meilen davon entfernt). Der Campground (Twin Peaks) ein Traum zwischen Kakteen. Wir hatten natürlich Glück, dass außer uns vielleicht noch acht andere Camper dort waren und sonst war alles leer, so dass rundherum von unserem Stellplatz niemand stand. Wir kamen uns vor, als würden wir wild irgendwo zwischen Kakteen campen. Hier im Park ist es sehr sehr heiß. Mehr als den Desert View Trail, auf dem wirklich sehr anschaulich die Vegetation der Wüste zu sehen ist und dem Trail um den Campground, haben wir nichts gemacht. So konnten wir auch mal den schönen Platz genießen. Vor allem der Sonnenuntergang mit den Kakteen im Vordergrund bleibt unvergesslich. Die Kakteen blühen vor allem um diese Zeit. Abends dann ein Sternenhimmel wie aus dem Bilderbuch. Dieser Campground landet auf alle Fälle auf der "Liste der schönen Campgrounds" ganz oben, auch bedingt, weil wir so alleine gestanden haben. Das warme Wetter trägt hier in Südarizona natürlich auch seins dazu bei.

05. Mai - sonnig
Heute morgen dann auch der perfekte Sonnenaufgang. Da steigt man gerne früh aus dem Bett. Auf der Rückfahrt wieder hoch Richtung Saguaro NP passierten wir dann die bereits bei der Hinfahrt gesehenen Checkpoints. Das Wohnmobil wurde außen von einem Hund beschnüffelt und wir wurden befragt, ob wir in Mexiko waren. Insgesamt passierten wir zum Saguaro Nationalpark zwei Checkpoints. Auffällig auch immer zwischen den Kakteen stehenden Autos der Border-Control. Überhaupt in Arizona ist uns aufgefallen, dass sehr viele Sheriffs präsent sind. Im Saguaro Nationalpark, besser gesagt, in dem davor gelegenen Saguaro Forest Park (der Nationalpark selbst hat keinen Campground) haben wir uns auf dem Gilbert Ray Campground für zwei Nächte niedergelassen. Auch wieder ein Superplatz direkt zwischen Kakteen und auch mit Strom. Leider keine Grillstellen. Der Nationalpark besteht aus dem westlichen sowie östlichen Teil, die beide ca. 1 Stunde Fahrzeit auseinander liegen. Im westlichen Teil stehen die Kakteen näher beinander. Durch beide Teile führt ein befahrbarer Loop, der aber aus Schotter besteht. Mit unserem langen Mobil konnten wir leider diese Loops nicht fahren, sondern nur eine Teilstrecke. Trotzdem kann man von hier aus viel in der Umgebung von Tucson unternehmen. Wir sind noch zur Missionskirche San Xavier del Bac gefahren. Eine sehr schöne ganz weiß getünschte Kirche. Der Sonnenuntergang dann wieder der Hammer; ach wie schön ist doch Urlaub...

06. Mai - sonnig mit Schleierwolken, später etwas diesig
Um 7:45 Uhr besuchten wir schon das Desert Museum. Es handelt sich tatsächlich um die gelungene Kombination eines großen Botanischen Gartens mit einem Kleintierzoo unter der Thematik "Fauna und Flora der Wüste". Über 300 in der Wüste beheimatete Tierarten (auch Puma, Bär, Mexican Wolf und Coyote) sind vorbildlich untergebracht, über 1000 Pflanzenarten, darunter viele Kakteen. Wirklich ein toller Vormittag für uns. Dabei blieb es aber nicht, sondern am Mittag fuhren wir noch zum Pima Air & Space Museum. Es verfügt über die vermutlich größte Flugzeugausstellung der Welt. In Hangars und auf dem Außengelände stehen über 200 gepflegte, überwiegend militärische Originalmaschinen aller Jahrgänge sowie Raketen und Drohnen; auch das Präsidentenflugzeug von J.F. Kennedy. Ein Muss nicht nur für Flugzeugfans. Nach dem Besuch des Pima Air Museums haben wir uns in der Nähe vom Straßenrand noch die Flugzeuge der Davis-Monthan Air Force Base angeschaut. Auf den Freiflächen stehen Tausende eingemotteter und ausgeschlachteter Flugzeuge vom Weltkrieg II Bomber bis zu Jets der 80er Jahre. Schon Wahnsinn!

07. Mai - sonnig, später bewölkt
Bevor es heute in das Chiracahua National Monument geht, haben wir uns noch Tombstone, eine Old West Town angeschaut. Leider ist hier viel auf Touristen abgestimmt. Nichtsdestotrotz haben wir den Friedhof Boothill Graveyard besucht, auf dem die Opfer der einst bleihaltigen Luft ruhen. Gräber mit makabren Inschriften wie "Hanged by Mistake" sind hier ganz schön anzusehen. Nachdem wir dann einmal durch die Allen Street geschlendert sind um uns die Cowboys und das O.K. Corral, bei dem das legendäre Gunfight stattfand, anzuschauen, sind wir auch schon wieder weitergefahren. Im Chiracahua National Monument haben wir dann auf dem Bonita Campground noch einen Platz gefunden. Fahrzeuge über 29 Fuß sind hier überall verboten. Leider wussten wir die genaue Länge des Fahrzeuges nicht (nur, dass es nicht länger als 30 Fuß ist), sind dann auch in der Zufahrt des Campground ganz schön aufgesetzt, da der Überhang ab den Hinterrädern so lang ist. Na ja, no risk, no fun. Der Campground liegt ganz urig zwischen Bäumen, ist aber auch ganz schön eng. Hier liegen wir so bei 1700 Metern. Es existieren wegen den Bären auch Footlocker. Gesehen haben wir aber keine. Leider durften wir hier nicht grillen, da das Fire Danger "high" anzeigte. Durch den Park verläuft die 13 Kilometer lange Bonita Canyon Road bis hoch zum Masai-Point. Ab hier gehen ganz tolle Wanderwege los. Wir haben uns für morgen den längsten (14 Kilometer) vorgenommen. Heute reicht der kurze Nature Trail rund um den Masai-Point. Das Chiracahua NM ist geprägt von tollen Felsskulpturen und liegt auf einer Höhe bis knapp 2100 Meter. Trotzdem war es sehr warm.

08. Mai - sonnig
Ab dem Echo Point Parkplatz sind wir dann durch den Echo Canyon in das Wunderland der Formen und Farben, der Türme, Höhlen und Schaukelfelsen abgestiegen. Am meisten zu sehen gab es dann auf dem "Heart of Rocks Loop". Dort steht die "Duck on the Rock" sowie der "Pinnacle Balance Rock". Das Schöne an dieser Wanderung war unter anderem auch, dass wir ganz alleine waren, niemand kam uns entgegen, nur am Schluß in der Nähe des Masai-Pointes wieder. Auf der Wanderung haben wir noch ein doch etwas größeres Tier mit buschigem Schwanz gesehen und sind schnell geflüchtet, da wir es nicht richtig sehen konnten, sondern wie gesagt, nur den Schwanz. Später haben wir anhand des Prospektes gemeint, dass es ein Coatimundi gewesen sein könnte. Es war eine sehr schöne Wanderung auf der wir viel geschwitzt, aber auch viel Tolles gesehen haben. Beim Abendspaziergang sahen wir noch zwei Deers beim Grasen.

09. Mai - sonnig mit Schleierwolken
Unser Ziel heute war der Lost Dutchman State Park. Wir fuhren über Safford, dann durch das Apache Indianer Gebiet, eine einsame Gebirgslandschaft voller Saguaro-Kakteen, über Globe dorthin. Der Campground liegt direkt vor den Superstition Mountains und war auch fast leer. In unserem Loop waren wir die einzigen und hatten uns einen Platz ausgesucht direkt mit Blick auf die Berge. Auch dieser Campground ist ein echter Geheimtipp und fanden wir dann noch schöner als der im Organ Pipe, den wir ja zuvor schon so hervorgehoben haben. Vielleicht liegt es ja wirklich an der Jahreszeit, dass diese Plätze kaum besucht sind und natürlich daran, dass sie nicht so bekannt sind. Egal, wir haben es genossen. Heiß ist es wirklich, heute 40 Grad, aber trotzdem für uns noch auszuhalten. Nachdem wir ja nun ein schönes Plätzchen haben, fuhren wir noch ein Teil des alten Apache Trail bis Canyon Lake. Dort erfrischten wir uns im See, dessen Wasser aber angenehm warm war. Weiter sind wir den Apache Trail nicht gefahren, da er später auch zur Schotterstrasse wird und auch sehr steil. Mit RV's eigentlich auch laut Reiseführer nicht zu machen. Das kleine Stück, das wir gefahren sind, führte uns aber bereits schon durch eine schroffe Bergwelt mit bunten Farben (gelb und grün). Am späten Nachmittag haben wir uns dann noch die benachbarte Ghosttown Goldfield angeschaut. Eine Stadt im perfekten 1890er Look mit Steakhouse, Saloon, Goldwaschen und einer echten alten Goldmine. Der Zutritt zur Stadt ist frei, nur die Goldmine und die Aktivitäten kosten Geld. Wirklich eine hübsche Stadt. Nicht so "tourimäßig" wie Tombstone. Am Abend genossen wir dann wieder diese Stille um uns herum, da ja niemand ringsherum stand. Leider war auch hier aufgrund der Trockenheit "Fire Ban". Dann muss die Pfanne halt wieder herhalten...

10. Mai - sonnig
Trotz dass es heute wieder 40 Grad werden, wandern wir. Wir möchten hoch auf den "The Flatiron" über den Siphon Draw Trail. Zum Glück haben wir zwischendurch aufgrund der Felswände ein wenig Schatten. Der Weg ist aber später nicht mehr markiert und wir können nur erahnen, wie der Wegverlauf ist. Da wir uns irgendwann mitten auf einem Geröllfeld befinden und es dann nicht ganz ungefährlich ist, beschließen wir zurück zu gehen. Der Abstieg war aufgrund der Steile und dem Geröll noch anstrengender. Insgesamt haben wir 635 Höhenmeter und eine Strecke von 8,8 Kilometern absolviert - bei großer Hitze. Auf unserer Tour haben wir übrigens Unmengen von Kolibris gesehen. Den restlichen Tag haben wir dann einfach mal nix gemacht...

11. Mai - sonnig mit wolkigen Abschnitten
Die Nacht hatte es ziemlich gewindet, sodass wir alle Dachluken schließen mussten. Morgens hatte sich der Wind dann wieder gelegt. Nach dem Frühstück ging es dann über Payson, dem Mittelpunkt von Arizona, durch den Tonto National Forest (eine schöne Landschaft aus Kiefernwäldern und Seen) über Flagstaff in das Sunset Crater/Wupatki National Monument. Dies liegt sogar bei 2121 Meter (Sunset) und 1493 Meter (Wupatki). Auf der Fahrt hatten wir schon ordentlich mit starken Windböen zu kämpfen. Was uns auch wieder ins Auge fällt, ist die Trockenheit. Flüsse und sogar Seen sind total ausgetrocknet bzw. existieren gar nicht mehr. Der Momon Lake z. B., der wirklich sehr sehr groß ist, hat gar kein Wasser mehr. Es ist sehr sehr erschreckend. Auf dem Bonito Campground, der sehr schön im Wald, aber trotzdem nicht ganz im Dunkeln liegt, haben wir einen großzügigen Platz bekommen. Auch hier wieder aufgrund der Trockenheit kein Feuer erlaubt. Selbst Rauchen im Freien ist untersagt. Das Lavafeld rund um den Sunset Crater bildet dank seines pechschwarzen Gesteins einen faszinierenden Gegensatz zur Umgebung. Wir sind vom Visitorcenter bis zum Visitorcenter des Wupatki gefahren. Dort haben wir den kurzen Trail zu einer frühindianischen Ruine gemacht. Auf der Fahrt vom Sunset Crater zum Wupatki wechselt die Landschaft doch schlagartig in eine Painted Desert. Auf der Rückfahrt sind wir dann noch 4 der 5 Trails durch die Lavalandschaft am Fuße des Kraters gelaufen. Auf den Krater hoch darf man nicht! Heute Abend haben wir dann aufgrund der Sturmböen im Wohnmobil gegessen.

12. Mai - sonnig
In der Nacht war es zum Glück windstill, sodass unsere Nachtruhe nicht gestört wurde. Am nächsten Morgen fuhren wir direkt zum Walnut Canyon National Monument. Dort standen wir vor einer verschlossenen Schranke, da der Park erst um 9:00 Uhr öffnet und wir aber bereits schon gegen 7:40 Uhr dort waren. Na ja, wohl nicht immer fängt der frühe Vogel auch den Wurm. So lange haben wir natürlich nicht gewartet und sind dann weiter zu unserem heutigen Etappenziel, dem Petrified Forest Nationalpark. Die faszinierenden Versteinerungen sind weltweit einzigartig. Entlang der Parkstrasse befinden sich viele Haltepunkte lohnenswerter präkolumbischer Relikte. Kurze Trails bringen uns in diese außergewöhnliche Landschaft. Die Aussichtspunkte im nördlichen Parkareal gewähren einen Weitblick über die Badlands der Painted Desert. Fürs Auge und die Kamera warten überall traumhaft bunte Aussichten und Weitblicke. Der Wind hatte uns über den Tag hinweg wieder begleitet und auch ziemlich heftig mit einzelnen Sturmböen, aber zum Glück war es ein sehr warmer Wind. Im Park selbst gibt es keinen Campground, aber vor dem Südeingang konnten wir kostenlos vor den Souvenirshops campen. Es sind dort sogar Pavillons mit Sitzbänken und Stromanschlüsse vorhanden. Wirklich noch ganz nett gemacht.

13. Mai - sonnig
Heute morgen haben wir etwas Zeit, da der Park erst um 8:00 Uhr öffnet und wir wieder über den Park auf der nördlichen Seite raus auf die I-40 fahren zum Canyon de Chelly NM. Der Canyon de Chelly liegt auf Navajoland und erreichen wir über die #191, die sehr öde ist. Der Canyon ist die südliche von zwei zusammenhängenden je 40 km langen und bis zu 300 Meter tiefe Haupteinschnitten in die flache Tafellandschaft. Der Charakter der Schluchten unterscheidet sich wegen ihres ebenen, grünen Grundes erheblich von anderen Canyons der Region. Wir sind erst den Canyon del Muetro (nördlicher Canyon) mit allen Viewpoints abgefahren und dann den South Rim bis hin zum Spider Rock Viewpoint am Ende der Straße, da am Nachmittag (und am frühen Morgen) dort das Licht am besten zum Fotografieren ist.

Ohne Führer darf man nicht in den Canyon hinab, außer auf dem Trail zur Cliff Dwelling White House Ruin. Den sind wir natürlich gelaufen und der war atemberaubend. Auf dem Weg wieder nach oben ist uns noch ein Hund nachgelaufen. Er war total süß. Dadurch, dass er etwas ängstlich war, sprang er immer zur Seite als Leute uns entgegen kamen. Vor uns hatte er keine Angst. Er lief bis fast nach oben mit uns bis zu diesem Moment als uns an einer sehr engen Stelle an einer Felswand wieder Leute entgegen kamen. Er traute sich nicht an diesen vorbei; er versuchte noch eine Abkürzung zu nehmen, funktionierte aber nicht wirklich. Schade, aber vielleicht gut so, weil mitnehmen können wir ihn ja leider nicht.

Sowieso auch von oben in diesen Canyon hinab zu schauen machte uns sprachlos. Wie gut, dass ich im Internet vorher so viel Schönes darüber gelesen habe. Dieser hatte ja im Prinzip auch unsere ganze Urlaubsplanung geändert. Am Abend haben wir dann auf dem in der Nähe des Visitor Centers gelegenen Cottonwood Campground des National Park Service auch noch einen schönen Stellplatz gefunden. Wieder ein rundum gelungener Tag für uns!

14. Mai - sonnig
Auf dem Weg zum Lake Powell sind wir durch Zufall noch am Navajo National Monument vorbei gekommen. Da es nur ein kleiner Abstecher rein von unserer Route lag, haben wir uns dies auch noch angeschaut. Dort stehen mitten im Navajo-Reservat die besten erhaltenen Klippendörfer unter Nationalpark-Verwaltung. Auf drei Kurztrails sind wir zu den einzelnen Viewpoints gelaufen. Man erwartet überhaupt nicht, dass man dort so was Tolles noch sehen kann. Auf der Weiterfahrt begegneten uns immer wieder Schafe, Kühe und Pferde am Straßenrand. Eine Einzäunung ist diesen wohl fremd. Am Mittag haben wir dann Page am Lake Powell erreicht. Wir haben den Lone Rock Campground angesteuert, bei dem man direkt auf dem Sandstrand des Ufers des Lake Powell stehen darf. Wir waren dort bereits schon 2012 und er hatte uns damals schon so super gefallen. Wir standen auch direkt vorne in der ersten Reihe. Einfach ein Traum, wenn man direkt aus dem Wohnmobil aufs Wasser schaut. Das Lustige an diesem Nachmittag war noch, dass direkt neben uns ein Auto hielt mit einer Familie, die dort am Strand noch ein paar Sonnenstrahlen tanken wollte. Der junge Mann sprach uns auf englisch an und fragte, ob hier ein Jetskiverleih wäre. Da wir aber zuvor hörten, dass diese deutsch sprachen, antworteten wir natürlich auch auf deutsch. Sie erkannten direkt, dass wir Saarländer sind und es stellte sich heraus, dass sie zwar in München wohnen, er aber ursprünglich aus dem Saarland stammt. Also "hann mir dann mo a bisje saarländisch geschwätzt" (Also haben wir dann mal ein bisschen saarländisch gesprochen). Zum Schluß haben wir ihnen noch zwei Dosen eisgekühltes Bier mitgegeben. Den Abend haben wir am Lagerfeuer ausklingen lassen. Dort durfte man aufgrund des Sandstrandes Feuer machen. Es gibt keine Grills, aber eine Mulde im Sand mit Steinen reicht für wenigstens ein Lagerfeuer.

15. Mai - sonnig
Da der Grand Canyon für unsere Rückreise nach Las Vegas im Prinzip auf dem Weg liegt, haben wir diesen wieder (erstmals 2012) angesteuert. Auch beim zweiten Mal ist der Blick in den Canyon atemberaubend. Wir sind einen Teil des Rim Trails gelaufen und haben die fantastische Aussicht genossen. Das einzige was wirklich störend war, sind diese Menschenmassen gewesen. Egal, ob die Parkplätze überfüllt waren oder das Gedränge an den Viewpoints, wir waren das seit Beginn unserer Reise einfach nicht mehr gewohnt. Da haben wir einfach gemerkt, wie schön es ist, die weniger bekannten Parks zu bereisen. Andererseits ist es auch schön, wenn man zum zweiten Mal irgendwo ist und nicht mehr darauf angewiesen ist, ganz vorne am Geländer eines Viewpoints zu stehen, sondern auf andere Art (mit etwas Abstand) genießen kann. Man muss einfach nicht mehr "das" Foto schießen, nein, man genießt die Landschaft nur mit dem Auge.

Bei der Fahrt aus dem Park haben wir noch einige Elks direkt am Straßenrand gesehen. Wir wollten auf den Ten X Campground (bei Tusayan) fahren, auf dem wir 2012 auch gestanden haben und der nicht so überfüllt ist wie der Mather Campground, der direkt im Park liegt, aber leider war dieser komplett geschlossen. Da ich gelesen hatte, dass in diesem Kainab Forest auch "wildes" campen im Wald möglich ist, sind wir direkt die nächste Abzweigung in den Wald reingefahren. Und tatsächlich haben dort verstreut auch noch andere Camper gestanden. In der Nacht konnte ich zwar nicht ganz so gut wie auf einem Campground schlafen, aber auch diese Nacht ging vorbei.

16. Mai - sonnig
Da wir die letzte Nacht unserer Wohnmobilreise gerne wieder im Valley of Fire verbringen möchten, dort aber die Plätze schon oft am Vormittag gefüllt sind, haben wir heute direkt den Boulder Beach Campground am Lake Mead angesteuert (von dort ist es dann ca. 1 Stunde bis ins Valley of Fire). 2012 waren wir, da dieser nicht mehr frei war, nebenan auf dem Lake Mead RV Village Campground (ein komfortabler Platz mit Full Hook Up, aber teuer). Jetzt standen wir auch schön (ohne Anschlüsse, die wir aber nicht benötigen) und viel günstiger. Wir haben auch noch unten im Loop einen Platz mit Blick auf den See bekommen. Da wir jetzt wieder in Nevada sind und dort kein Fire-Ban herrscht, konnten wir heute seit langem mal endlich wieder draußen grillen.

17. Mai - sonnig
Im Valley of Fire haben wir auf dem Atlatl Rock Campground wieder den gleichen Stellplatz wie bereits schon zu Anfang unserer Reise bekommen. Das ist doch ein toller Abschluss unseres letzten Tages im Wohnmobil. Wir sind auch nochmal zum Crazy Hill, der schönen Felsformation, gefahren und haben dann am Nachmittag gemütlich unsere Koffer gepackt und das Wohnmobil gereinigt. Zum guten Schluß gab es natürlich nochmal Fleisch vom Grill.

18. Mai - sonnig
Gegen 9:00 Uhr haben wir unseren Camper unbeschädigt mit 1748,7 mehr gefahrenen Meilen als gebucht bei Road Bear wieder abgegeben. Ja, es ist immer viel wert, wenn kein Unfall oder Panne passiert. Frank hat uns beide mal wieder ganz Klasse gefahren. Er liebt es zu fahren und von daher habe ich auch kein einziges Mal hinter dem Steuer gesessen. Insgesamt sind wir 3248,7 Meilen gefahren. Um 11:00 Uhr fuhr uns der Bus von Road Bear in unser Hotel Treasure Island in Las Vegas. In diesem Hotel werden wir dann noch zwei Nächte verbringen, bevor es dann am Sonntag wieder nach Hause geht.

Wie wir aber bereits bei der Ankunft im Hotel feststellen mussten, war dies mit den zwei Nächten Las Vegas nicht so glücklich von uns gewählt. Wir wurden regelrecht von dem Trubel und der Hektik überfallen. 3 Wochen hatten wir Ruhe und waren größtenteils auch oft abseits von jeder Menschenseele und dann plötzlich diese laute Stadt. Da wir bereits schon 2012 in Las Vegas waren, ist der Aha-Effekt ebenfalls ausgeblieben. Na ja, ändern können wir es nicht mehr, nur zukünftig eben nach der Abgabe des Wohnmobils vielleicht dann direkt heimfliegen und keine Stadt mehr anschauen. Worauf wir uns aber freuten war auf den morgigen Tag. Denn wir hatten schon von zu Hause einen Helikopterflug gebucht. Wir sind noch nie Hubschrauber geflogen und da morgen mein Geburtstag ist und wir am Montag, den 21.05. auch noch Silberhochzeit haben, wollten wir uns diese nicht ganz günstige Aktivität einfach gönnen.

19. Mai - sonnig
Um 6:00 Uhr holte uns bereits eine Stretchlimousine vom Hotel ab und es ging zum Flughafen direkt in Las Vegas. Wir hatten auch ein Upgrade für die vorderen Sitze direkt neben dem Pilot ergattert und so ging es dann mit noch vier Australiern, die hinter uns saßen, los. Wir flogen über den Lake Mead sowie Hoover Dam und landeten im Westteil des Gran Canyon. Dort hatten wir eine halbe Stunde Aufenthalt und bekamen ein Sektfrühstück. Es war schon sehr beeindruckend dort unten am Colorado River zu stehen, den wir sonst immer nur von oben betrachtet haben. Beim Rückflug drehten wir noch eine Schleife direkt über Las Vegas bevor wir dann gegen 9:00 Uhr wieder sicher landeten. Es war für mich ein toller Geburtstag! Den Nachmittag verbrachten wir dann noch mit Shoppen im Outlet-Center am südlichen Strip.

20. Mai - sonnig
Um 11.00 Uhr checkten wir im Hotel aus. Da unser Flug erst um 16:10 Uhr ging, warteten wir noch bis 12:30 Uhr vorm Hotel, bis wir uns dann mit dem Taxi zum Flughafen bringen ließen. Aufgrund des Wechsels einer Startbahn verließen wir dann um 16:30 Uhr USA-Boden. Auf dem Rückflug konnten wir zum Glück sehr viel schlafen.

21. Mai sonnig
Um 12:25 Uhr landeten wir dann mit vielen schönen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck in Frankfurt.

Unser Fazit: Dieser Urlaub hat uns gezeigt, dass auch nicht ganz so populäre Parks es mehr als verdient haben besucht zu werden. Sie sind nicht weniger schön als die "Großen und Bekannten". Im Gegenteil, wir konnten diese mehr genießen und erleben, da wir so oft weit und breit niemanden neben uns auf dem Campground hatten und auch die Viewpoints teilweise mit niemandem teilen mussten. Wir haben diese Ruhe einfach nur genossen. Auch die gewählte Jahreszeit war genau richtig. Die Kakteen haben so schön geblüht und die Hitze war für uns erträglich, obwohl wir fast nie am Strom angeschlossen waren. Wir haben auch keine Klimaanlage laufen lassen, geschweige den Generator angeschaltet. Wir haben einfach nur die Natur auf uns wirken lassen. Alle Campgrounds, die wir anfuhren, haben ausnahmslos herrlich gelegen (keine RV-Parks, sondern einfach schön eingebettet in der Natur mit viel Platz). Ein toller Urlaub für uns von dem wir noch lange zehren werden.

Heike Paulus