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Mit dem PKW durch Westkanada Westkanada - Kanada Wohnmobil und Alamo Kanada

Kanadarundreise mit PKW von Lodge zu Lodge


Eine Tour zwischen Calgary und Vancouver


Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von den SK-Kunden
Ortwin Schneider und Annette Reuter-Schneider



1.Tag
"Einmal durch Kanada reisen" - diese Idee hatten wir schon seit mehr als 20 Jahren in unseren Köpfen. Im Herbst 2011 machten wir uns via google auf die Suche nach einem geeigneten Reiseveranstalter und fanden SK-Touristik. Das Stöbern im Netz wurde ergänzt durch die Kataloge, die wir rasch nach der Bestellung im Briefkasten hatten.
Der "Blockhauspfad von Calgary nach Vancouver" hatte es uns sofort angetan. Super fanden wir auch die Möglichkeit, uns direkt bei SK in Senden anlässlich des Kanadatages am 06. Oktober 2012 über die verschiedenen Reisemöglichkeiten zu informieren, uns durch phantastische Präsentationen über die unterschiedlichen Zielgebiete inspirieren zu lassen und auch ganz praktische Tipps zu bekommen.
on Frau Staiger bekamen wir ein Angebot, das sie nach unseren Wünschen geduldig noch einmal änderte. So war es für uns z.B. wichtig, die Inside-Passage von Prince Rupert aus zu starten, um ausreichend Zeit auf dem Wasser verbringen zu können.
Rechtzeitig vor Reisebeginn bekamen wir reichlich Info-Material einschließlich "Reise-Know-How Handbuch", verpackt in einem praktischen Daypack-Rucksack, so dass wir uns schon einstimmen konnten auf das bevorstehende Abenteuer.
Der Flug nach Calgary mit Air Canada war sehr angenehm, ausreichend Platz und eine nette Crew trugen dazu bei, dass die 10 Stunden Flugzeit "wie im Flug" vergingen. Die Übernahme des Mietwagens verlief vollkommen problemlos. Der Mazda CX 9 war fast neu (April 2013) und in entsprechend gutem Zustand. Die Ehrfurcht vor der Größe dieses Autos (im Vergleich zu den hier üblichen PKW-Größen) verlor sich schnell... Aus Unsicherheit hatten wir uns kurzfristig entschlossen, zusätzlich ein Navi zu mieten. Unser Fazit nach 3 Wochen: das war eine total unnötige Investition, diese ca. 220 Dollar hätten wir sparen können, denn das von SK mitgegebene Kartenmaterial und die Anfahrtsbeschreibungen waren völlig ausreichend, abgesehen davon, dass das Navi uns bereits in Calgary in die Irre führen wollte...
Für "Anfänger" wie wir es waren, sind die nordamerikanischen Städte gewöhnungsbedürftig. Nach einem Bummel rund um unser Hotel (Delta Bow Valley Hotel) und einer wegen des Jetlags unruhigen Nacht waren wir froh, am nächsten Tag Richtung Rocky Mountains aufbrechen zu können.



Die Reise und unsere Erlebnisse im Einzelnen zu beschreiben, würde hier sicherlich den Rahmen sprengen, deshalb hier einige Stichpunkte zu unseren Stationen:

Cross River Cabins / Kootenay NP: total gemütliche kleine Cabins, abgelegen mitten im Wald; durch gemeinsame Mahlzeiten im Haupthaus kommt man schnell in Kontakt mit den anderen Reisenden aus aller Welt und natürlich mit den Betreibern der Lodge, die sehr hilfsbereit sind, auch eigene Trail-Pläne für Touren rund um die Lodge bereit hielten.

Icefield Parkway: eine grandiose Strecke!!! ein in unseren Augen absolutes No-Go sind jedoch die am Icefield-Park-Center angebotenen Bustouren auf den Gletscher.

Alpine Village Cabin Resort / Jasper: eine größere Anlage mit sehr gemütlichen, großzügig eingerichteten Cabins ca. 2 km außerhalb von Jasper. Es lohnt sich auf jeden Fall, 3 Tage dort zu bleiben und die Gegend zu erkunden; ein Highlight war für uns der Aufstieg auf den Mt. Whistlers (ca. 1200 Höhenmeter über ca. 8 km), frustrierend allerdings die Scharen von Touristen in kurzen Hosen, Miniröcken und Flip-Flops, die uns an der Bergstation der Jasper-Tramway schon erwarteten... Der Rundumblick von diesem Berg ist atemberaubend! Genauso sehenswert sind sicherlich die Athabasca Falls, der Maligne Lake und der Edith-Cavell Glacier. Alle diese Orte sind, da leicht erreichbar, leider auch ziemlich überlaufen.

Auf dem Weg von Jasper nach Valemount machten wir Station am Mount Robson. Aus Zeitgründen konnten wir nur die ersten Kilometer des Berg-Lake-Trail bis zum Kimney Lake laufen, mit einer Bärenbegegnung am Anfang und strömendem Regen auf dem Rest der Strecke. Bei schönem Wetter ist der Weg sicherlich phantastisch.

Stop-over in Valemount im Best-Western-Hotel. In Valemount ist "der Hund begraben", der Ort wirkt wie ausgestorben. Das Essen im Hotel war gut, im Zimmer hatten wir einen Wasserschaden (offenbar ein Leck in der Heizung), ein Umzug in ein anderes Zimmer war nicht möglich. Gut, dass wir nur eine Übernachtung dort hatten.

Auf dem Weg nach Süden, nach Clearwater, konnten wir bei der River-Safari Jetboat-Tour auf kleinen Seitenarmen des nördlichen Thompson Rivers ausgiebig einen Schwarzbären aus nächster Nähe beobachten, faszinierend!

Die zwei Tage im Alpine Meadows Resort waren zum "Ausruhen" eingeplant, eine kleine Wanderung, Entspannen im Hot Tub und Genießen von leckerem Abendessen. Das Resort liegt wunderschön am Lake Hallamore, hatte Mitte August jedoch nur noch wenige Gäste. Die Chalets oder Blockhäuser erschienen uns etwas überdimensioniert, aber es ist schon toll, vom Balkon aus den Blick über den See auf den Sonnenuntergang zu genießen.

Ein kleines, nettes Abenteuer ist die Überfahrt mit der Fähre über den North-Thompson-River bei Little Fort. Von dort ging es dann in nord-westlicher Richtung bis Lac La Hache und von dort über eine Schotterstraße bis zum Spout Lake und der Ten-eeh-ah Lodge: ein kleines Paradies mit gemütlichen Cabins, frei laufenden Pferden, Squirrels und einer Biberburg, deren Bewohner sich jedoch für Fotos nicht zur Verfügung stellten ? :-) Das Essen in der Lodge ist vom Allerfeinsten, die Ortssprache Schwiizerdütsch. Aus dieser Idylle fiel der Wechsel in die Stadt Prince George schon schwer. Entschädigt wurden wir durch eine ganz reizende B&B Unterkunft mit einer sehr freundlichen Gastgeberin.

Auf dem Weg nach Smithers entschlossen wir uns kurzfristig doch zu einem Abstecher (53 km einfache Strecke) nach Fort St. James am Stuart Lake, ein sehr gut erhaltenes und liebevoll gepflegtes Museumsdorf mit gelebten Traditionen. - In Smithers selbst fand ein riesiges Volksfest statt, trotzdem (oder gerade deswegen?) war es schwierig, abends ein noch geöffnetes Restaurant zu finden. Unsere Unterkunft, ein Stück außerhalb des Ortes, die Logpile Lodge, die auch von einem Schweizer Ehepaar geführt wird, liegt traumhaft schön. Der Hofhund bellt nur, wenn der Bär in der Nähe ist, aber man lebt in friedlicher Eintracht. Wunderschöne Zimmer, super Frühstück, nette Gastgeber. Ihre Beschreibung des Trails im Driftwood Canyon Provincial Park ("das schafft Ihr locker in einem halben Tag, ist nur am Anfang ein bißchen steil...") war jedoch ziemlich "relativ". Wir waren echt platt am Ende, aber wie immer auf unserer Reise hatte sich auch diese Anstrengung gelohnt.

Die Fahrt nach Prince Rupert entlang des Skeena Rivers gehört zu den besonders schönen Streckenabschnitten. Man müsste eigentlich alle paar Meter anhalten und einfach nur die Schönheit der Gegend auf sich wirken lassen... Prince Rupert durften wir trotz gegenteiliger Ankündigungen im Reiseführer bei warmem Sommerwetter und Sonnenschein erleben. Ein hervorragendes Fischessen im Smiles Seafood Café mit Blick auf den Hafen rundeten diesen Tag ab. - Die Chefin unseres B&B (Java Lodge) stellte uns nachts ein reichhaltiges Frühstück "to go" vor die Zimmertür, das wir dann frühmorgens in der Warteschlange zur Fähre (Inside-Passage) zu uns nehmen konnten. - Trotz des an diesem Tag doch schlechten Wetters war die Fährfahrt zwischen Küste und Inseln ein Erlebnis: grandiose Naturschauspiele, abenteuerliche Anlegemanöver, bunte Siedlungen und, und, und...

Unsere Sorgen wegen unserer nach-Mitternacht-Ankunft in Telegraph Cove waren unbegründet. Dank einer hervorragenden Organisation wusste man im Resort Bescheid, Schlüssel und Wegbeschreibung zum Haus hingen an der Bürotür. Blieb nur noch die Frage, für welches der 4 Schlafzimmer wir uns entscheiden sollten :-)

Ein weiteres Highlight unserer Reise war die am nächsten Tag anstehende "Rainforest Grizzly Expedition". Unter sachkundiger Führung konnten wir Hirsche, Weißkopfseeadler und tatsächlich Grizzly-Bären aus der Nähe beobachten und auch einiges über deren Lebensgeschichte erfahren. - Einen Besuch wert ist sicherlich auch das Whale-Museum in Telegraph Cove und natürlich das Killer-Whale-Restaurant...

Nach den vielen Naturerlebnissen empfanden wir Vancouver Island mit den zahlreichen Ortschaften und den in Richtung Victoria immer voller werdenden Straßen schon als anstrengend. Um die Strecke nach Victoria nicht zu lang werden zu lassen, hatten wir eine Übernachtung in Parksville eingeplant. Das Tigh-na-mara Resort bietet sicherlich viel für Urlauber, ein einfaches B&B hätte es in unserem Fall aber sicher auch getan.

Victoria: Sommer, Sonne, südenglisches Flair, Hafenfest mit traditionellen Booten und eine Whale-Watching Tour, bei der wir wenigstens ganz zum Schluss noch Blicke auf Rückenflossen von Walen werfen konnten... Beeindruckend war jedoch eine riesige Kolonie von Seelöwen. Bei der Überfahrt mit der Fähre von Swartz Bay nach Tsawassen/Vancouver präsentierten sich Insel und Küste nochmal im Sonnenschein in voller Schönheit.

Vancouver zum Schluss: sicherlich eine interessante Stadt, aber für uns war ein Tag dort vollkommen ausreichend.

Resümee: eine phantastische Reise, super geplant und vorbereitet von SK. Es wird sicherlich nicht unsere letzte Kanada-Reise sein!