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Von den Rockies bis zum Pazifik Teil 1 Westkanada - Kanada Wohnmobil, Mit Wohnmobil und Fraserway

Tagebuch Gruppenreise SK "Von den Rockies zum Pazifik"

Sonntag, 7.8.2016:

Norbert und Martina kommen pünktlich um 12.30 Uhr zu uns und holen mich zur Fahrt zum Flughafen Düsseldorf ab. Nicht nur der Kofferraum, sondern auch die Rückbank sind mit unserem Gepäck vollgepackt. Wir erreichen den Airport um 13.40 Uhr und begeben uns zum Schalter von British Airways. Hier erfahren wir, dass dieser erst um 14.15 Uhr geöffnet wird. Also heißt es Geduld haben.
Auf die Minute genau trifft das Personal ein und da wir die Ersten vorn in der Schlange sind, werden wir auch zuerst abgefertigt. Die 1,5 kg Übergewicht meines Koffers wird ohne Zuschlag akzeptiert. Auch die Sicherheitsschleusen können wir zügig passieren, obwohl man bei einer Dose Niveacreme moniert, die ich nicht in den Plastikbeutel gelegt hatte. Danach bleibt noch Zeit genug, uns in einem Bistro zu stärken. Ich entscheide mich für die letzte Currywurst in den nächsten 5 Wochen. Am Gate für unseren Flug nach London treffen immer mehr Fluggäste ein. Wir erfahren, dass dieser Flug völlig ausgebucht ist, erstaunlich und das an einem Sonntag. Unser Airbus hebt dennoch pünktlich ab und wir landen kurz vor 17 Uhr in London. In Düsseldorf haben wir bereits erfahren, dass es von Terminal 5 aus weitergeht, in dem wir auch angekommen sind. Das erspart uns eine Menge Zeit. Leider hat British Airways für den Weiterflug noch kein Gate angegeben und so warten wir ca. 10 Minuten, dann geht es zügig durch die Kontrollen und wir sehen unsere Maschine bereit stehen. Gegen 19.00 Uhr hebt der Dreamliner Richtung Calgary ab. Ein überzeugendes Flugzeug mit Raumgefühl, mehr Beinfreiheit und sehr gutem Druckausgleich. Auch der Entertainment Bildschirm bietet Außergewöhnliches, so dass die Zeit wie im Fluge vergeht. Um 20.30 Uhr landen wir in Calgary und werden sehr zügig durch die Einreiseprozedur geführt. Bei Alamo erwartet uns um 21.15 Uhr ein weißer Mitsubishi Outlander, der ohne Probleme unser Gepäck aufnimmt. Die Fahrt mit Norbert als Driver zum Sandman Hotel Airport gestaltet sich trotz Straßensperrungen dank unseres Navis unproblematisch, sodass wir gegen 22.00 Uhr im Hotel ankommen. Wir beziehen jeder ein großes Doppelzimmer, essen in der Bar unseren ersten Burger und trinken ein großes Bier – willkommen in Kanada. Morgen geht es zu Fraserway, dann zum Einkauf und am Nachmittag holen wir die Gruppe am Flughafen ab.

Montag 8.8. 2016
Ich werde gegen 4.15 Uhr wach, an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Also stehe ich auf und schreibe Tagebuch, lade Bilder und Text hoch und rufe Mails ab.
Gegen 7.45 Uhr gehen Norbert und ich zum Frühstück, typisch kanadisch/amerikanisch. Um 9. 00 Uhr verlassen wir das Sandman Airport und lassen uns vom Navi sicher zu Fraserway führen. Dort treffen wir tatsächlich auf viele Kunden, die ein Wohnmobil übernehmen und den Urlaub beginnen. Wir erfahren, dass unser Gefährt gegen 14 Uhr bereit sein soll. Also können wir in Ruhe bei Walmart einkaufen. Das Supercenter liegt nur wenige Minuten entfernt und wir kaufen alles das ein, was nicht verderben kann. In knapp drei Stunden haben wir 298 Can$ ausgegeben. Morgen werden wir dann den Rest mit der Gruppe einkaufen. Abschließend kaufen wir die alkoholischen Getränke ein, die wir für die drei Wochen trinken werden. Dann geht es wieder zu Fraserway. Man sagt uns, es dauere noch eine gute Stunde mit dem Wohnmobil, entscheiden wir, mit dem Auto nach Downtown zu fahren. Wir schießen einige schöne Bilder und sind um 13.45 Uhr wieder bei Fraserway. Um 14.00 Uhr erhalten wir die Schlüssel zum Wohnmobil und können Koffer, Gitarre und Einkäufe verstauen. Dann lenken wir unseren PKW, an den wir uns schon richtig gewöhnt haben, Richtung Flughafen. Da das Fahrzeug vollgetankt zurückgegeben werden muss, suchen wir eine Tankstelle, die allerdings nicht in der Nähe liegt, sondern wir müssen erneut Richtung Stadt fahren. Schließlich setzt mich Norbert um 15.15 Uhr an der Ankunftshalle ab und ich sehe, dass die Maschine aus Frankfurt schon um 14.45 Uhr gelandet ist. Kaum habe ich mich mit dem Schild postiert, kommen schon die ersten Teilnehmer der Gruppe auf mich zu. Auch beide Fahrer des Shuttle Service sind bereits vor Ort und als ich die Gruppen einteile taucht auch Norbert auf, der noch den Leihwagen abgeben musste. Wir erreichen das Hotel um 16 Uhr und verabreden uns um 5 Uhr zu einem Stadtspaziergang. Einige wollen auf den Calgary Tower. Kaum haben wir die Zimmer verteilt, bricht ein Gewitter mit einem Hagelsturm los, der sich gewaschen hat. Zum Glück hat sich das Wetter kurz vor 5 wieder beruhigt, so dass wir trockenen Fußes den Calgary Tower erreichen. Die meisten fahren hoch, ich bleibe mit dem Rest unten. Um 18.40 Uhr machen wir uns auf den Weg in die Old Spaghetti Factory, wo ich einen Tisch für die Gruppe reserviert habe. Alles ist perfekt vorbereitet und nach einer kurzen Begrüßung gibt es einen Drink für alle. Beim Essen an der großen Tafel werden viele Gespräche geführt. Gegen 20.40 sind wir im Hotel, vorher verabreden wir uns um 7 Uhr zum Frühstück. Um 8.15 holt uns Fraserway zur Fahrzeugübernahme ab. Ein anstrengender Tag erwartet uns. Unser Ziel: der Tunnel Mountain Campground in Banff.

Dienstag, 09.08.2016

Um 5.00 Uhr in der Früh ist es mit dem Schlaf vorbei. Ich lade noch schnell Bilder und Text auf unsere Seite und genieße noch einmal alle Annehmlichkeiten des Hotels.
Um kurz vor 7 Uhr treffen Norbert und ich im Frühstücksraum ein, einige Gruppenteilnehmer haben schon mit dem Frühstück begonnen, das dieses Mal als Kontinental Frühstück etwas spartanischer ausfällt als an den beiden Tagen vorher. Die Gruppe ist schon ganz aufgeregt, da heute die Übernahme der Wohnmobile stattfinden wird. Pünktlich um 8.15 Uhr treffen die beiden Busse von Fraserway ein und bei herrlichem Wetter geht es nach Airdrie. Die Mannschaft von Fraserway hat alles perfekt vorbereitet, sogar an Kaffee und Muffins wurde gedacht.
Zuerst wird der Papierkrieg vorbereitet, dann geht es an die Einweisung. Heike Heisterkamp und ihren Kollegen gelingt es mit viel Begeisterung, die Teilnehmer in alle Bedienungselemente der Wohnmobile einzuführen. Gegen 11.00 Uhr verlassen wir die Station und steuern das Walmart Supercenter in der Nähe an. Es ist schon ein beeindruckendes Bild, wenn die sieben Wohnmobile nebeneinanderstehen. Beim Einräumen unserer letzten Einkäufe bemerke ich, dass ich eine Jacke im Büro habe liegen lassen.
Schnell fahre ich zurück und hole sie, nach meiner Rückkehr ist die Gruppe immer noch beim Einkauf. Abschließend geht es den gegenüberliegenden Liquor Store, wo noch einmal die Kreditkarten ordentlich belastet werden. Schließlich verlassen wir Airdrie gegen 15.30 Uhr Richtung Banff. Wir wählen die Autobahn, damit wir noch zeitig auf dem Tunnel Mountain Campground eintreffen. Unterwegs gibt es eine Schrecksekunde, als der letzte Wagen per Funk meldet, dass die Klappe eines voraus fahrenden Fahrzeugs geöffnet ist. Wir halten alle auf dem Standstreifen, das Problem wird mit aller Vorsicht beseitigt und dann geht es wieder auf die Bahn, wobei uns der letzte Wagen die Spur frei hält.
Gegen 16.45 Uhr treffen wir am Parkeingang ein und stehen in einer Warteschlange. Da unsere Plätze reserviert und bezahlt sind, gehe ich zu einem der Parkranger und wir werden zügig abgefertigt. Wir stehen alle im Loop K und können alle Fahrzeuge überblicken. Als wir die Duschen und Toiletten aufsuchen, müssen wir erschreckt feststellen, dass sie wegen eines Leitungsschadens geschlossen sind. Ärgerlich! Wir lassen uns jedoch nicht die Laune verderben und verabreden uns zum Grillen bei einer Familie. Zunächst einmal müssen wir jedoch die Einkäufe verstauen und die Betten herrichten. Damit sind wir fast eine Stunde beschäftigt. Dann geht es mit zwei Dosen Bier und Fleisch zu den Nachbarn, wo schon ein Feuer brennt und eine große Tafel aufgebaut ist. Wir essen und besprechen den nächsten Tag, denn da soll die große Rafting Tour auf dem Kicking Horse River in Golden stattfinden. Als wir die Adresse ins Navi eingeben sehen wir mit Erschrecken, dass wir 145 km UND ca. 2,5 Stunden bis dorthin fahren müssen. Mit dem Ausschlafen und einem gemütlichen Frühstück ist es also wieder nicht. Auch der Kicking Horse Pass muss noch überwunden werden. Schnell werden Fahrgemeinschaften gebildet-einige wollen nicht mitfahren, sondern in Banff shoppen. Noch während wir am Tisch diskutieren erfahren wir, dass die Wasserleitung repariert ist und Duschen und Toiletten wieder funktionieren - eine gute Nachricht.
Gegen 22.00 Uhr fallen alle müde vom Einkaufen und von der Fahrt ins Bett.

Mittwoch, 10.08.2016

Da ich nicht für die Rafting Tour angemeldet bin, übernehme ich das Frühstück und das Spülen, Norbert begleitet die Gruppe nach Golden.
Nach getaner Arbeit fahre ich mit dem Shuttle Bus nach Banff, wo wir zuletzt 2012 mit einer Gruppe waren. Auf dem Weg dorthin erhalte ich einen Anruf von Norbert, dass sie schon vor Ort seien, aber von den Veranstaltern noch nichts zu sehen sei. Leider kann ich ihm nicht helfen-wenig später im Ort bekomme ich eine SMS, dass die Tour ca. 2,5 Stunden dauert und danach noch der Rückweg bewältigt werden muss. Mit einer Rückkehr ist also erst am Nachmittag zu rechnen. Da es immer wieder zu regnen beginnt, esse ich bei McDonald's einen Burger und fahre mit dem Shuttle um 12.45 Uhr wieder zurück zum Campground. Von den Shoppern habe ich nichts gesehen und gehört, hoffe aber, dass auch bei ihnen alles geklappt hat. Gegen 17 Uhr treffen die Banff Ausflügler wieder am Campground ein. Sie haben nicht nur die Stadt gesehen, sondern auch eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Hausberg unternommen. Von der Rafting Gruppe erhalte ich eine SMS, dass sie erst gegen 19.00 Uhr zurückkommen werden. Schließlich wird es knapp 19.45 Uhr, weil sie noch getankt haben. Ich hatte bereits für mich und Norbert ein Abendessen zubereitet, so dass wir rasch zum Gemeinschaftsplatz gehen können. Dort brennt bereits das Lagerfeuer und wir gehen zum gemütlichen Teil über. Die Rafter erzählen von ihrem 2 stündigen Abenteuer. Alle sind begeistert, nur wird generell die lange Anfahrt von fast 2 Stunden beklagt. Für den nächsten Tag wird vereinbart, dass wir zuerst den Waterfowl Campground reservieren und dann die Sehenswürdigkeiten rückwärts angefahren werden. Auch wollen alle den Tag allein gestalten.

Donnerstag 11. 08 2016

Wir verlassen den Campground um 7.30 Uhr und machen nur 2 Fotostopps! Einmal am Peyto Lake und einmal am Bow Lake. Das Wetter spielt mit und uns gelingen tolle Schnappschüsse. In der Hauptsaison sind diese Ziele einfach zu stark besucht. Als wir gegen 10 Uhr am Waterfowl Campground eintreffen ist gerade großer Wechsel und so können wir die ganze Gruppe gemeinsam auch in der Nähe unterbringen. Jeder füllt seine Anmeldung aus und dann fahren wir zurück Richtung Lake Louise. Norbert und ich haben eine Wanderung von der Num Ti Jah Lodge aus zu einem Wasserfall geplant, insgesamt 8 Kilometer. Mit Mühe ergattern wir einen Parkplatz und machen uns auf den Weg. Es ist eine herrliche Tour, bei der ich allerdings am Aufstieg zu den Fällen aufgebe. Die Höhe macht mir zu schaffen, Norbert will die restliche halbe Stunde auch bewältigen und ich mache mich nach 15 Minuten Pause schon einmal auf den Rückweg.
Nach ca. 30 Minuten hat er mich schon wieder eingeholt und wir gehen gemeinsam zur Lodge zurück. Dann wollen wir zum Moraine Lake, doch bereits in Lake Louise beginnt ein Stau. Wir planen um und fahren zum Parkplatz am Lake Louise, er ist zwar voll, aber wir finden noch ein Plätzchen. Auch am See herrscht reger Publikumsandrang, aber um diese Zeit ist es schon erträglich. Gegen 19.30 Uhr treffen wir wieder am Campground ein, wo die Gruppe bereits am Lagerfeuer sitzt und uns zum Essen einlädt. Wir sind dankbar, dass wir nicht mehr kochen müssen. Nach dem Essen starten wir eine Singrunde, es macht sehr viel Spaß, denn alle Lieder kommen gut an. Als es um 22.00 Uhr zu regnen beginnt ziehen wir uns ins Womo zurück, trinken noch ein Glas Wein und schlafen sehr schnell ein.

Freitag, 12. - 08.2016

Wir stehen früh auf, denn wir wollen Wasser fassen und dumpen. Dann geht es bei herrlichem Wetter auf den Parkway. Ein Highlight reiht sich an das nächste: Canyon Mistaya, Columbia Icefield, Sunwapta und Athabasca Falls. Unterwegs sehen wir sogar einen Bären der am Straßenrand Beeren frisst. Ein Parkranger weist uns jedoch darauf hin, dass wir im Auto bleiben sollen, und er verjagt das Tier mit einem Schreckschuss, damit er sich nicht an Menschen gewöhnt. Gegen 15.45 Uhr treffen wir auf dem Whistlers Campround in Jasper ein. Wir stehen alle nebeneinander, ohne Anschlüsse. Eine Herde Wapitis grast ganz in der Nähe und wir halten Abstand und schießen Fotos! Danach ist relaxen angesagt. Heute war das Programm umfangreich genug. Leider können wir heute kein Lagerfeuer machen, was alle nach dem gestrigen Abend traurig finden. Norbert hat bereits den ersten Teil des Films fertig, den wir auf seinem Tablet anschauen können. Zum Abschluss gibt es noch einen Filmeindruck von der Transalp, die Norbert vor der Reise mit seinem Bruder absolviert hat.

Samstag 13.08.2016

Heute können wir ausschlafen. Wir haben mit der Gruppe verabredet, dass wir um 9.30 Uhr zur Seilbahn auf den Whistlers Mountain fahren - es sind vom Campground nur 4 km - und nach wenigen Minuten stehen wir vor der Station. Der Parkplatz ist um diese Zeit noch nicht voll, so dass wir alle rasch einparken können.
Die Tickets für 39.90 Can$ sind auch schnell gelöst und nach ca. 10 Minuten Fahrt erreichen wir die Bergstation bei herrlicher Sicht. Die Gruppe will den Weg zum Gipfel nehmen, ich setze mich wie schon vor 5 Jahren ins Cafe, das wie ein Adlerhorst am Felsen hängt. Nachdem ich eine heiße Schokolade getrunken habe, schieße ich am Berg noch einige Fotos, es gelingt mir sogar ein Murmeltier zu fotografieren. Als die Gruppe von der Tour zurückkommt, fahren wir mit der Seilbahn zum Parkplatz zurück. Der nächste Halt ist der Maligne Lake. Unterwegs legen wir eine Mittagspause am Medicine Lake ein. Schnell werden Tische und Stühle aufgestellt und es wird ein Essen aus den Resten von gestern gezaubert. Diese spontane Pause wird von allen im Nachhinein als besonders schön beschrieben. Der Parkplatz am Maligne ist noch rappelvoll und uns gelingt es nur noch am Straßenrand zu parken. Bootstouren sind alle ausgebucht und bei den Kanus gibt es Wartezeiten von einer Stunde. Wir entschließen uns eine kleine Wanderung zu unternehmen, die Norbert anführt und genießen die herrliche Stimmung am See.
Auf dem Rückweg sehen wir noch eine Bärenmutter und ihren Jungen, halten noch am Maligne Canyon und fahren dann schließlich noch zum Einkauf nach Jasper.
Der Ort quillt über von Touristen. Es gelingt uns auch noch zu tanken und als wir wieder auf dem Campground stehen, freuen wir uns aufs Abendessen. Morgen steht uns ein harter Tag bevor - wir müssen rund 400 km zum Wells Gray Park zurücklegen und unterwegs noch die Blue River Safari absolvieren.

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