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Unterwegs im Osten Kanadas Ostkanada - Kanada Wohnmobil und Traveland

Unterwegs im Osten Kanadas

3,5 Wochen von Toronto bis Neufundland

 

Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kundin Ivonne Keitel-Köhler


Endlich ist es soweit! Die letzte Kanadareise liegt 4 Jahre zurück. Damals haben wir den Westen bestaunt. Jetzt ist der Osten dran. Es soll von Toronto über Manitoulin Island - Ottawa - Montreal - Quèbec - Halifax bis nach Neufundland gehen. Vier Jahre lang haben wir gespart und etliche Monate lang an der Route gefeilt, Ideen gehabt und wieder verworfen. Aber jetzt ist es geschafft. Es geht los. Auf unserer letzten Reise wurde in Frankfurt einige Stunden vor Abflug das gesamte Gepäck meines Mannes aus dem Auto gestohlen. Das soll uns nicht noch einmal passieren. Diesmal fahren wir mit der Bahn zum Flughafen, die Koffer beschützend zwischen die Beine geklemmt.

Wir, dass sind mein Mann Sven, unsere Tochter Lucy, im besten Teenageralter von 14 Jahren, und ich, Ivonne. Beim Check-in am Vorabend die erste kleine Schrecksekunde: der Flug ist überbucht. Lufthansa bietet uns 600 Euro Entschädigung pro Person und eine weitere kostenlose Übernachtung in Frankfurt an, wenn wir dafür einen Tag später fliegen. Wir können und wollen nicht später fliegen. Das Wohnmobil wartet auf uns. Und wir haben auch keine Lust mehr, die Route nochmals zu ändern. Wir dürfen dann doch einchecken. Puh, Glück gehabt. Und tatsächlich sitzen auf dem Flug einige Passagiere auf den Notsitzen. Lucy hat Flugangst. Sie krallt sich beim Start in unsere Hände und wirkt ganz angespannt. Als wir dann unsere Reisehöhe erreicht haben und sich kein Vogelschwarm in den Triebwerken verfangen hat, atmet sie hörbar auf und lässt sich den Rest des Fluges über vom Kinoprogramm ablenken. Wir landen wohlbehalten in Toronto, schnappen unser Gepäck und finden auch den Shuttleservice zu unserem Hotel. Die erste Hürde ist also genommen. Wir sind da! Wir können es noch gar nicht so richtig glauben. Da hat man sich monatelang auf diese Reise gefreut und alles vorbereitet und jetzt sind wir tatsächlich in Toronto!

Am 19.08.2015 übernehmen wir unser Wohnmobil von Fraserway. Es bietet für uns Drei genug Schlafmöglichkeiten und hat einen Slide-Out. Das Fahrzeug ist 7 m lang, 3,40 m hoch und hat ordentlich PS unter der Motorhaube. Nach einer gründlichen Einweisung vor Ort kann es endlich losgehen. Es liegen knapp 3200 km vor uns. Nach ca. 3 km ist die Fahrt allerdings erst einmal zu Ende. Wir müssen umkehren. Was ist passiert? Wir wurden an einer Ampelkreuzung von einem abbiegenden Truck touchiert. Dadurch ist unser Außenspiegel gerissen. Das war vielleicht ein komisches Gefühl, so kurz nach unserer Abfahrt wieder auf dem Hof des Vermieters vorzufahren. So, als hätte man was Wichtiges vergessen. Zum Glück war ein Außenspiegel auf Lager und der kaputte konnte ausgetauscht werden. Aber jetzt geht es los!

Wir fahren gelassen durch den Stau der 6 - 8-spurigen Autobahn vor Toronto und bestaunen die Autoschlange. Ich finde vor allem die Trucks so faszinierend. Sven steuert unser Wohnmobil souverän durch diesen wahnsinnigen Verkehr. Ich bewundere ihn dafür. Und irgendwann erreichen wir den ersten Campground. Wir sind erschöpft und müde und wollen nur noch ins Bett fallen. Jetzt müssen wir aufpassen, dass die Stimmung nicht kippt. Der Jetlag macht sich bemerkbar.Am nächsten Morgen der erste Höhepunkt unserer Reise. Die Niagara Fälle. Wir fahren mit dem Bus. Die Haltestelle liegt idealerweise direkt am Campground. Das Wetter lässt sich nicht in die Karten schauen. Es ist nicht kalt aber auch nicht wirklich warm. Eher diesig und trüb. Hoffen wir das Beste. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten. Und dann sehen wir sie, die gigantischen Wasserfälle! Es ist beeindruckend. Sven zückt die Kamera und will fotografieren. Da zeigt das Ding einen leeren Akku an und nix geht mehr. Obwohl der Akku am Morgen noch voll anzeigte. Das darf jetzt nicht wahr sein - oder?! Sven ist verzweifelt und flucht. Da kommt mir eine Idee. Ich spreche einfach einen kanadischen Touristen an, der eine super große Kamera um den Hals hängen hat. Ich schildere ihm die Situation und bitte ihn, uns zu fotografieren und die Bilder später per Mail an uns zu schicken. Luke, unser Retter, ist sofort einverstanden und wir treten zum Fotoshooting an. Und Luke hat Wort gehalten. Wir sind im Besitz von tollen Fotos, die belegen, dass wir an den Niagarafällen waren. Leider hält das Wetter nicht durch. Der Himmel wird immer grauer und es regnet. Wir werden pitschnass. Und in dem 4 D Kino, in diesem Informationszentrum direkt bei den Niagarafällen, händigt man uns zwar einen Regenumhang aus aber der kann die Wassermassen, die während des Films auf uns herabregnen, nicht wirklich abhalten. Wir verlassen das Zentrum mit nassen Hosenbeinen und Schuhen. Jetzt geht es durch einen Tunnel, um hinter die Fälle zu schauen. Es ist einfach nur fantastisch. Die Gischt spritzt einen schon von weitem ins Gesicht. Dann ein Lichtblick. Die Sonne lugt zwischen den Wolken hervor. Schnell zum Boot, das ganz dicht an die Fälle heranfährt. Wenn wir schon mal hier sind, dann machen wir das ganze Programm. Wieder reicht man uns ein Regencape. Wir stehen auf dem Boot und irgendetwas ist komisch. Warum spritzt es so doll? Ist das schon die Gischt der Fälle? Aber hier an der Anlegestelle? Nein, es regnet wieder. Genauer gesagt, schüttet es wie aus Eimern. Und die Gischt tut dann ihr übriges. Ich wünsche mir, im Badeanzug auf das Boot gestiegen zu sein. Es ist beeindruckend, so dicht an die Fälle heranzufahren, das Tosen zu hören und die unglaubliche Kraft des Wassers zu spüren. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass sich hier schon seit einigen Jahrhunderten immer mal wieder Menschen in die Tiefe stürzen. Sei es als Mutprobe in einem Fass oder in selbstmörderischer Absicht. Wir verlassen das Boot wieder und sind jetzt nass bis auf die Knochen. Bis uns der nächste Bus zum Campground zurückbringt, trocknen wir uns in der Toilette notdürftig unter dem Händetrockner und warten dann in einem Souvenirshop auf die Abfahrtszeit. Mit dem Wohnmobil geht es später weiter zum nächsten Campground, wo wir am Abend erschöpft aber glücklich ins Bett fallen.

 Am nächsten Morgen geht es mit der Fähre nach Manitoulin Island. Die Insel liegt im Huronsee und gehört zur kanadischen Provinz Ontario. Sie ist mit ihren 2766 km² die größte in einem See gelegene Insel der Erde. Mir kommt es vor, als würden wir über ein großes Meer fahren und nicht über einen See. Auf Manitoulin Island gibt es schöne kleine Städtchen und noch viele weitere große und kleinere Seen. Diese Wasservielfalt kann man sich gar nicht vorstellen. Das muss man einfach sehen. Die Menschen sind überall sehr freundlich und hilfsbereit. So kommen wir mit unseren wenigen Englischkenntnissen gut zurecht. Das Wetter ist angenehm. Die Sonne scheint, ab und an weht ein Lüftchen und wir hoffen, den Regen hinter uns gelassen zu haben. Sven und Lucy springen in den Manitoulake, der direkt an unserem Campground liegt. Am Abend entzünden wir unser erstes Lagerfeuer und es gibt Würstchen und Marshmallows.

Wir fahren weiter zum Talon Lake; 300 km westlich von Ottawa. Heute übernehme ich das Steuer. Der Verkehr ist angenehm. Keine Hektik. Ich habe den Eindruck, dass sich 95 % der Fahrer an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit halten. Sie könnten locker überholen, tun es aber nicht. Ich schätze mal, dass die Strafen hier in Kanada um einiges saftiger sind als in Deutschland - oder? Unser Campground liegt wieder direkt am See. Ich komme mit Dave, der den Campground leitet, ins Gespräch. Spontan lädt er uns zu einer Bootstour für den nächsten Morgen ein.

Pünktlich erscheinen wir am nächsten Tag auf der Bildfläche. Dave freut sich und es geht los. Die Sonne lacht und es weht ein leichter Wind. Das Wasser ist blau und klar. Wenn ich Dave richtig verstanden habe, ist der Talon Lake 16 km² groß und an seiner tiefsten Stelle 65 m tief. Der See ist von Wald umgeben. Hier leben Wölfe, Füchse, Elche und Schwarzbären. Und natürlich jede Menge Vögel. Leider erspähen wir kein wildes Tier am Ufer, so sehr wir unsere Augen auch anstrengen. Dave wandert mit uns einen kurzen Trail entlang und ehe wir es uns versehen, stehen wir auf einem Felsen und haben einen wunderbaren Blick auf die Stromschnellen. Hier oben kommt es immer wieder zu Unfällen, erzählt er. Menschen, die in betrunkenem Zustand vom Fels ins Wasser stürzen oder ganz wagemutige Jugendliche, die auf der Suche nach dem Kick ganz bewusst in die Tiefe springen. Und so kommen wir dann auch an einer Gedenktafel für einen Jugendlichen vorbei, der den Sprung ins Wasser nicht überlebt hat. Dennoch genießen wir den Ausblick und die wunderschöne Natur. Nach ca. 45 Minuten geht es mit dem Boot wieder zurück. Dank Dave haben wir einen wunderschönen Flecken Erde gesehen. Von alleine wären wir dort nie hingekommen.

Wir suchen seit 2 Tagen nach den blauen Tabs fürs Klo. Die Tabs zersetzen die Fäkalien und sorgen so für gute Luft. Ich fürchte, ich habe sie versehentlich weggeworfen. Also müssen neue her. Im Geschäft lassen sich solche Tabs nicht finden. So entscheiden wir uns für ein braunes Pulver, das hoffentlich denselben Zweck erfüllt. Auf der Packung steht was von RV. Wir sind zuversichtlich. Wir stellen fest, dass sich so kleine Pannen wie ein roter Faden durch unsere Reise ziehen. Als da wären der gerissene Außenspiegel, der leere Akku, die verschwundenen Tabs. Aber vermutlich sind solche Pannen wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt irgendwas. Man darf gespannt sein, was noch so kommt.

Mittlerweile sind wir auf einem Campground vor den Toren Ottawas. Hier stürzen wir uns auf das WLAN und senden Nachrichten nach Hause. Lucy ist für jede WLAN Minute dankbar. Sie kann ohne YouTube nicht leben. Den heutigen Tag gehen wir ruhig an und entspannen einfach. Unsere Stellplatznachbarn laden uns am Abend an ihr Lagerfeuer ein. Jeder bringt etwas mit. Der Himmel über uns ist tiefschwarz, die Sterne funkeln, Grillen zirpen, ringsum ist Wald. Das Feuer knistert und es fliegen Funken in die Nacht davon. Am Lagerfeuer nebenan wird Gitarre gespielt und gesungen. Das ist Kanada. Dieser Abend ist einfach perfekt. Wir plaudern entspannt mit Gudrun und Grant. Gudrun ist gebürtige Norwegerin, lebt aber schon länger mit ihrem Mann in British Columbia in der Nähe von Vancouver. Beide sind nun Rentner und fahren mit ihrem riesigen Campanhänger (das Ding ist 9 m lang und wird von einem großen Pickup gezogen) durch Kanada und die USA. Lucy sitzt total entspannt in ihrem Campingstuhl, hält Marshmallows ins Feuer und erzählt, wie wir in Deutschland leben und wie es in der Schule ist. Jetzt kann sie ihre Englischkenntnisse live anwenden und erlebt in der Praxis, dass es sich lohnt, diese Fremdsprache zu lernen. Und das Mama recht hat, wenn sie sagt: "Kind, sei froh, dass du die Möglichkeit hast, Englisch zu lernen. Bleib dran. Du wirst eines Tages dankbar dafür sein." Aber das würde meine Tochter nie zugeben.

Bei der Übernahme des Wohnmobils hatten wir erfahren, dass wir in Ottawa, Montreal und Quebec das Wohnmobil nur auf einem Campground stehen lassen dürfen. Das ist schlecht für uns, da die Campgrounds außerhalb der Städte liegen und jetzt noch nicht klar ist, wie wir hinkommen. Wenn wir das Wohnmobil in den Städten parken und es geklaut wird, was diese Saison schon passiert ist, hätten wir keinen Versicherungsschutz. Den haben wir nur auf dem Campground. Das bringt unsere Pläne etwas durcheinander. Mal sehen, wie wir das handhaben.

Wir entscheiden, mit dem Bus nach Ottawa zu fahren. Man sagte uns, wir würden 15 Minuten bis zur Haltestelle laufen. Man sagte uns aber nicht, dass es keinen Fußweg gibt und es an der Kreuzung nicht ganz einfach sein würde, die Fußgängerampel zu erreichen. Das haben wir dann alles unterwegs festgestellt. Und aus den 15 Minuten Fußweg werden schnell 40 Minuten. Mein lieber Scholli. Aber wir haben es geschafft und den Bus erreicht. Wir wollen uns das Parlament anschauen. Es hat ewig gedauert, bis wir vor Ort durch die Sicherheitskontrollen gelangen. Überall steht Polizei. Da wir keine 3 Stunden bis zur nächsten englischen Führung warten wollen, entscheiden wir uns für die frühere französische Führung. Wir murmeln ab und an ein "oh" und ein "oui" oder auch ein "merci". Aber irgendwie haben die Leute wohl doch gemerkt, dass wir kein Wort verstehen und schon sind wir wieder in ein Gespräch verwickelt. Wo kommt ihr her, wo geht die Reise hin und an der Info gibt es bestimmt Material auf deutsch für uns. Herrlich. Das Parlamentsgebäude ist ein beeindruckender Bau. Vor allem die Bibliothek ist sehenswert. Als wir das Gebäude verlassen, schüttet es wie aus Eimern. Mal wieder. Wir werden pitschnass. Das kennen wir ja schon. Und dann lässt sich die Sonne wieder blicken und alles trocknet.

Wir wollen nicht noch einmal die nicht ganz ungefährliche Strecke zum Campground laufen. So fahren wir ein Teilstück mit dem Bus und steigen an einem Einkaufszentrum aus, in der Hoffnung, hier ein Taxi zu finden. Und wir müssen erst einmal klären, ob man im Taxi bar zahlt oder mit Kreditkarte. Da kennen wir uns nicht so aus. Wir haben nämlich nicht mehr viel Bargeld dabei. Also spreche ich einen erfahren aussehenden Herrn an (er ist grauhaarig, also schon etwas älter und somit auch erfahren, grins). Er erklärt dann, dass man in der Regel bar zahlt, es aber durchaus auch Taxifahrer gibt, die Kreditkarte akzeptieren und wenn wir ein Taxi rufen, sollen wir gleich sagen, dass wir mit Karte zahlen wollen. Am Ende bestellt der nette Herr das Taxi für uns, klärt die Kartenzahlung und bringt uns zu der Stelle, wo wir auf das Taxi warten sollen. Wir bedanken uns vielmals für seine Hilfe und er sagt nur, nichts zu danken, genießt Kanada. You're welcome. Enjoy Canada. Ich kriege mich echt nicht mehr ein. Die Hilfsbereitschaft der Menschen, die uns überall so selbstverständlich entgegengebracht wird, ist einfach unglaublich. Das Taxi ist dann auch schnell da und wir sind innerhalb kürzester Zeit sicher auf unserem Campground.

Und jetzt geht es weiter in Richtung Montreal. Da wir auch hier nicht in die Stadt fahren dürfen, werden wir diese vermutlich gar nicht anschauen. Das ist auf der einen Seite zwar schade auf der anderen Seite tut es uns aber auch ganz gut, zwischendurch mal wieder nix zu tun und einfach nur auf dem Campground abzuhängen; um es mit den Worten meiner Tochter auszudrücken.

Habe ich schon erwähnt, dass ich die alten Trucks so liebe. Die mit den riesigen Auspuffrohren links und rechts neben der Fahrerkabine. Die sehen einfach so geil aus und die Schulbusse erst! Und ich liebe die Briefkästen, die am Straßenrand stehen, so wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Manche Briefkästen sehen aus wie kleine Häuser. I like it so much!

Wir lassen Montreal also links liegen und fahren dafür einen Tag später mit dem Bus nach Quèbec City rein. Quèbec hat eine wunderschöne Altstadt mit tollen Gassen. Hier macht das Andenken shoppen Spaß. Lucy und mir haben es vor allem die Traumfänger angetan. Aber nur die, welche in echter Handarbeit in Kanada gefertigt wurden. Nicht die Billigimporte aus China. Da muss man ganz schön aufpassen. Und hier in Quèbec steht dieses berühmte Hotel, dass Chateau Frontenac, welches schon ganz oft als Postkartenmotiv herhalten musste. Klar, dass es auch unsere Fotokulisse wird.

Auf unserer Weiterfahrt zum nächsten Campground machen wir Halt in Wanake, einem Vorort von Quèbec. Dort besuchen wir ein Indianermuseum. Da wir um diese Zeit die einzigen Gäste sind, erhalten wir quasi eine private Führung und zu unserer Freude ist diese auf Englisch. Eigentlich wäre jetzt die französischsprachige Führung dran. Wir verstehen nicht alles, dafür reichen unsere spärlichen Englischkenntnisse einfach nicht aus aber dennoch erschließt sich einem irgendwie der Sinn des Gesagten. Die Frau, die uns führt, ist eine direkte Nachfahrin der First Nation und spricht die alten Dialekte. Sie gibt uns eine Kostprobe. Es ist faszinierend, das zu hören und wie flüssig die Worte aus ihrem Munde kommen. Sie zeigt uns ein Kanu, welches von ihrem Großvater noch traditionell in Handarbeit gefertigt wurde. Nach der Führung im Museum geht sie mit uns in ein so genanntes Longhouse. Ein Haus, in dem vor vielen Jahren die Indianer lebten. Es ist ca. 25 - 30 m lang, hat 3 Feuerstellen und überall liegen Tierfelle. In einem Haus wohnten damals ca.3 bis 6 Familien eines Clans. In einem Dorf lebten etwa 2000 Menschen, verteilt auf ca. 18 - 20 Häuser. Das Dorf war von einem Schutzwall aus mehreren tausend dünnen Pfählen, die nach oben hin spitz wurden, umgeben. So sollte es vor wilden Tieren und anderen Feinden geschützt werden. Wir sind begeistert, dass so originalgetreu zu sehen. Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt.

Meine Armbanduhr hat vor ein paar Tagen ihren Geist aufgegeben. (Da war es wieder, dass Salz in der Suppe.) Seitdem frage ich Sven ständig nach der Uhrzeit. Der Ärmste. Lucy hat ihre Uhr gar nicht erst mitgenommen, fragt aber prinzipiell auch gerne nach der Zeit. Also muss eine neue her. Fündig werde ich im Wallfahrtsort des katholischen Kanadas, Sainte Anne de Beauprè, eines der ältesten Pilgerzentren in Nordamerika. Natürlich besichtigen wir auch die Kathedrale, welche nach einem Brand 1922 neu aufgebaut wurde. Die Kathedrale wurde der heiligen Anna, Mutter Marias, gewidmet.

6 km östlich liegt der Canyon Ste. Anne; eine malerische Schlucht mit Wasserfällen. Hier machen wir Halt und laufen eine Stunde lang auf Pfaden und Brücken durch und über den Canyon. Die Landschaft ist einfach fantastisch. Die Sonne lacht und es ist unglaublich schwül.

Weiter geht es in Richtung New Brunswick. Dafür setzen wir mit der Fähre über den St. Lorenzstrom. Die Überfahrt dauert 90 Minuten und kostet uns 130 Euro! Uns hat es bald hinten rum gehauen. Der Preis wird nach Personenzahl und Fahrzeuglänge berechnet. Das wurde vor Ort mit Maßband abgemessen. Unser Wohnmobil ist 7,20 m lang. Das wissen wir jetzt quasi ganz genau. Überhaupt sind Benzin, Lebensmittel und Eintrittspreise hohe Kostenfaktoren. Das sollte man wissen und kalkulieren.

Wir sind jetzt in New Brunswick, haben den französischsprachigen Teil also hinter uns gelassen und eine Zeitzone überschritten. Wir müssen die Uhr leider 1 Stunde vordrehen und sind jetzt 5 Stunden hinter Deutschland zurück. Trotz nicht vorhandener Französischkenntnisse sind wir gut zurechtgekommen, da die meisten Leute auch Englisch sprechen. Nur einmal waren wir überfordert. Und zwar an der Tankstelle. Kreditkarte rein in die Zapfsäule, Benzin in den Tank und dann? Alles auf Französisch. Hier kommt dann wieder ein erfahren aussehender Herr ins Spiel. Der hat an der Zapfsäule Kontakt mit der Tankstelle aufgenommen, alles auf Französisch geklärt und uns erklärt, dass wir reingehen und dort bezahlen können. Enjoy your trip. Merci.

In Hartland, New Brunswick, bestaunen wir die längste überdachte Brücke der Welt. Sofort erinnere ich mich an den Film "Brücken am Fluss" mit Meryl Streep und Clint Eastwood, seufz. Die Brücke hier ist 391 m lang und geht über den St.John River. Und an eben diesem Fluss liegt unser nächster Campground.

Am nächsten Tag lassen wir uns in die Zeit von 1820 -1890 zurück versetzen. Wir sind in King Landings, einem historischen Dorf. Ein so genanntes Heritage. Dort kann man die Häuser besichtigen, dem Dorfschmied über die Schulter schauen und sich mit der Dorflehrerin unterhalten. Bevor sich Lucy in die Schulbank setzen darf, muss sie der Lehrerin ihre Hände vorzeigen. Sind sie auch sauber? Dann soll Lucy ihren Namen auf eine Schiefertafel schreiben und etwas vorlesen.

Die Bewohner schlendern in historischen Gewändern durch das Dorf. Wir wohnen sogar einer Gerichtsverhandlung bei. In einem Krämerladen erklärt uns ein Herr der damaligen Zeit, mit welchen Waren er handelt. Da ich den Eindruck habe, dass er auf Sätze, die wir drei untereinander austauschen, reagiert, frage ich ihn, ob er deutsch spricht. Und tatsächlich. Und wo wurde er geboren? In Nürnberg. Hey, da wohnen wir! Jetzt gibt es kein Halten mehr! Jetzt wird er mit Fragen bestürmt. Und zum ersten Mal verstehen wir mühelos alles, was uns erklärt wird. So klein ist die Welt.

Auf unserer heutigen Weiterfahrt machen wir Halt in Halifax in Nova Scotia. Wir parken auf einem riesigen Gelände an den Docks im Hafen. Ich weise Sven gerade brav in die Parklücke ein, da werde ich von einem Mann, der einen Blick auf unser Nummernschild wirft, angesprochen. "Oh, you are from Ontario." (Oh, ihr kommt von Ontario.) "Seid ihr das erste Mal hier oder kennt ihr euch aus? Das hier ist der Parkplatz für die Marines und für die Mitarbeiter der Docks. Ihr könnt hier stehen bleiben, holt euch aber da vorne ein Ticket. Noch mehr Infos bekommt ihr da und da." "Thank you so much!" "You're welcome." Ich liebe diese Hilfsbereitschaft nach wie vor! Das ist einfach unglaublich:

In der Altstadt von Halifax spazieren wir am Wasser entlang und essen erst mal eine ordentliche Portion Fish & Chips. Heute ist es sehr warm. Zum Glück weht ab und an ein leichtes Lüftchen. Hier in Halifax gibt es das Maritime Museum of the Atantic, welches die Entwicklung der Segel- und Dampfschifffahrt zeigt. Eine besondere Attraktion des Museums ist die Titanic-Abteilung. Viele der Ertrunkenen wurden damals in Halifax beigesetzt. Wir schlendern weiter durch die Stadt und kommen an der Old Town Clock vorbei. Der Turm ist ein Geschenk von Prince Edward, Vater von Queen Victoria, an die Stadt Halifax. Das war im Jahre 1803. Es heißt, Prince Edward sei ein Pünktlichkeitsfanatiker gewesen. Davon ist heute nicht mehr viel übrig; die Uhr ging nach.

Vor den Toren von Halifax erreichen wir den letzten Stellplatz unserer Wohnmobilreise. Morgen sehen wir uns noch den Küstenort Lunenburg an. Und übermorgen geben wir dann das Wohnmobil nach über 3000 gefahrenen Kilometern in Halifax ab. Die Rückgabe verläuft reibungslos. Wir müssen zwar den Außenspiegel erst einmal bezahlen, haben das Geld dann aber später in Deutschland problemlos von der Versicherung erstattet bekommen. Jetzt fliegen wir von Halifax rüber nach St. John's, Neufundland.

Mittlerweile haben wir den 02.09.2015. Wir sind gut in St. John's angekommen und eine weitere Zeitzone ist überschritten. Die Uhr wird eine halbe Stunde vorgedreht. Wir haben das Wohnmobil gegen einen Jeep getauscht. Das ist vielleicht ein schnittiges Ding. Noch richtig neu. Und der hat so ein tolles Rot. Die Fahrzeugübernahme verläuft kurz und schmerzlos. Für meine Begriffe etwas zu kurz. So nach dem Motto: hier ist der Schlüssel, das Auto steht irgendwo da draußen, gute Fahrt. Das ist alles. Die haben meine Kreditkarte und 5 Unterschriften von mir! Da kann ich jetzt wirklich nur auf eine gute Fahrt hoffen. Erst einmal müssen wir rausfinden, wo der Zündschlüssel rein muss und was getankt werden darf. Okay, es gibt kein Zündschloss. Das Auto reagiert auf Knopfdruck, aha. Und wohin jetzt mit dem Schlüssel? Ab in die Hosentasche, diese verschließen und den Schlüssel ja nicht verlieren. Und um die Kraftstoffsorte kümmern wir uns später. Na, das kann ja heiter werden. Hier herrschen heute nur 11 Grad! Auf Neufundland weht quasi ein anderer Wind.

Wir haben noch nicht viel von der Insel gesehen, sind aber schon jetzt hin und weg. Allein die Unterkunft hier in St. John's; die ist so schnuckelig. Wir sind im Cantwell House, B&B. Und die Leute hier sind total nett. Wir haben schon wieder jede Menge interessante Gespräche geführt. Im Cantwell House gibt es einen Aufenthaltsraum mit Balkon und fantastischem Blick auf den Hafen.

Yeah, das ist Neufundland, wie ich es mir vorgestellt habe: zerklüftet, rau, stürmisch. Ganz viel Wasser und Wald, bunte Häuser, wilde Buchten. Natur pur. Wir sind in Twillingate. Und auch hier sind die Menschen sehr hilfsbereit und freundlich. Allerdings muss man, wenn man nach dem Weg fragt, sehr genau hinhören. Das ist so ein tiefes Brummen, so ein "houghoughough". Heute herrschen hier nur 7 Grad Außentemperatur! Und es hat den halben Tag lang geregnet. Böse Zungen behaupten, auf Neufundland regnet es 14 Monate im Jahr. Man könnte meinen, dass Wetter wechselt stündlich. Und tatsächlich erleben wir Sonnenschein, Regen, dann wieder Sonne, dann Gewitter. Und das alles an einem einzigen Tag. Heute kommt noch ein unglaublich starker Wind dazu. Am Leuchtturm in Twillingate, direkt am Wasser, hat es uns bald umgeweht. Dabei haben diese Rauheit, die Natur, die Brandung, die Felsen einen unglaublichen Charme, eine tolle Atmosphäre. Das ist nicht jedermanns Sache. Aber da wir Drei keine Sonnentypen sind und Hitze nicht so gut vertragen, sind wir hier genau richtig. Wir steigen auf den Leuchtturm, lauschen den Erklärungen des Wärters und dem Heulen des Windes, hören den Regen an die Fenster prasseln und genießen den Blick von oben. Der reicht zwar bei diesem Wetter nicht sehr weit aber es ist dennoch unglaublich schön.

Die Unterkünfte hier sind klasse und zum Frühstück werden wir von allen Gastgebern verwöhnt. Kaffee, Tee, Saft, Obst, Müsli, Hot Chocolate, Eier in sämtlichen Varianten, hausgemachte Marmelade. Gestern erst gab es Blaubeerpfannkuchen und Bratwürste. Wir werden schneckefett nach Hause kommen.

Mittlerweile habe ich das Gefühl, eine halbe Ewigkeit schon von zu Hause weg zu sein. Komisch.
Wir verlassen Twillingate und fahren weiter zum Gros Morne Nationalpark. Und dann plötzlich: Elchalarm! Kurz vor uns ist eine Elchkuh über die Autobahn gelaufen. Und das am helllichten Tag. Zum Glück konnte Sven rechtzeitig bremsen und am Straßenrand anhalten. Da sahen wir dann auch, dass die Elchkuh ein Junges im Schlepptau hatte. Dieses zögerte allerdings und ist zurück geblieben. Wir warteten noch eine Weile und hörten das Junge nach der Mutter rufen und sahen es die Mutter suchen. Auch die Mutter ließ sich auf der anderen Seite noch ein paar Mal blicken. Aber der Verkehr war einfach zu dicht. Wir vermuten, dass die Elchkuh später zu ihrem Jungen zurücklaufen wird. Und wir hoffen sehr, dass sie es schafft. In Gesprächen mit den Einheimischen hier wurde uns immer wieder von Unfällen mit Elchen erzählt. Auch Schilder am Straßenrand listen auf, wie viele Kollisionen es mit Elchen in diesem Jahr auf einem bestimmten Straßenabschnitt bisher gegeben hat. Die höchste Zahl, die wir auf so einem Schild gesehen haben, lautete 660! Ich sagte im Gespräch mit dem Leuchtturmwärter von Twillingate, der selbst schon 2 Kollisionen mit Elchen hinter sich hatte, dass wir bereits über 3000 km gefahren sind und noch keinen einzigen Elch gesehen haben und das ich gerne einen sehen möchte. Er sagte, glaube mir, du willst keinen Elch sehen. Ich sagte: doch, aus sicherer Entfernung. Da lachte er. Und heute haben wir tatsächlich eine Elchkuh und ihr Junges gesehen. Und es ist alles gut gegangen.

Am nächsten Tag scheint die Sonne und wir fahren zum Western Brook Pond, ein Fjord im Gros Morne Nationalpark, ganz im Westen von Neufundland. Man kann mit einem Boot in den Fjord hineinfahren. Um zur Bootsanlegestelle zu gelangen, läuft man 3 km über Holzstege, die über Sümpfe führen. Man ist von Wasser, Wald und den Bergen umgeben. Ein unglaubliches Panorama. Wir unterhalten uns mit einem Paar aus Deutschland, welches seit 9 Monaten umherreist. Hauptsächlich waren sie in Südamerika unterwegs und jetzt in Kanada und Neufundland. Heute ist hier Feiertag und die Unterkünfte sind fast überall belegt und natürlich richtig teuer. Sie erzählen uns, dass sie zeitweise 2 Stunden lang nach einer Unterkunft gesucht haben. Das ist zeitaufwendig und nervig. Gut, dass wir unsere Quartiere im Voraus gebucht hatten. So ist die lästige Suche für uns entfallen. Auf dem Rückweg kommen uns ein Mann und eine Frau entgegen, die uns irgendwie bekannt vorkommen. Ah ja, richtig. Wir haben uns in Halifax in Nova Scotia an der Wohnmobilstation getroffen. Also noch drüben auf dem Festland. Und hier auf Neufundland haben sich unsere Wege noch einmal gekreuzt. Es folgt ein netter Plausch und dann geht es für uns weiter. Wir fahren ans Wasser. Am Strand hält Lucy begeistert nach schönen Steinen und Muscheln Ausschau und findet sogar ein paar Korallen.

Später gehen wir zum Essen in ein Restaurant in Rocky Harbor. Ich traue mich gar nicht zu sagen, was wir gegessen haben. Ich hatte einen deftigen Eintopf mit Kartoffeln, Karotten und Elchfleisch. Sven hatte Elchpizza. Es hat echt gut geschmeckt. Etwas herb, Wild halt. Zum Nachtisch habe ich mir noch ein Softeis gegönnt. (Pfeiff auf schneckefett!) Da muss man immer aufpassen, dass man "small" sagt. Sich also eine kleine Portion bestellt. Weil selbst die kleinen Portionen sehr groß sind. Ich frage mich immer, wie die großen Portionen aussehen. Ob sie die dann im Eimer servieren? Das ist echt der Hammer. Eine Kugel Eis ist mindestens so groß wie 2 Kugeln bei uns. Generell haben wir uns angewöhnt, immer erst einmal 2 Portionen zu bestellen und zu schauen, wie groß die sind. Oft reichen 2 Portionen für uns Drei aus. Und das Essen bestellen ist für uns auch nicht so ganz einfach. Die Kellnerin stellt zu viele Fragen: wie wollt ihr die Eier? Hart oder weich oder Rührei oder Spiegeleier und die Spiegeleier von einer Seite gebraten oder von zwei Seiten? Und wollt ihr Würstchen oder Schinken oder Bohnen dazu? Vielleicht noch Käse und Tomaten? Soll Butter auf das Toastbrot oder wollt ihr lieber Beagel? Mit Körnern oder mit Zimt oder einfach pur? Wollt ihr Marmelade dazu? Blaubeere, Erdbeere oder lieber Apfel? Soll auf den Burger Ketchup, Salat dazu oder Pommes oder lieber Kartoffelbrei... ? Und das alles auf Englisch. Also allein der Bestellvorgang ist schon ein Erlebnis. Wir haben echt jedes Mal das Wörterbuch neben der Speisekarte liegen. Aber bis jetzt hat es immer gut geklappt.

Heute sind wir in Gander. Und hier hat Sven nach einem besonders großen Salzkorn für die Suppe gegriffen. Er fällt mitsamt Koffer die Treppe runter und landet hart auf dem Steiß. Aua. Da ich grundsätzlich eine kleine Apotheke mit mir führe, ist bald ein Schmerzmittel gefunden und Sven stellt nach einiger Zeit das Jammern ein. Es hat aber auch wirklich wehgetan.

Der Kreis schließt sich langsam. Morgen fahren wir nach St. John's zurück. Dort besuchen wir noch den Signal Hill. Der Signal Hill ist ein Hügel an der Nordseite der Hafeneinfahrt von St. John's. Wenige Kilometer südlich befindet sich der östlichste Punkt Nordamerikas, Cape Spear. Der Signal Hill ist mit einer Gedenkstätte, einem Besucherzentrum und den Wanderwegen eine der Attraktionen von St. John's. Wenn nicht gar DIE Attraktion. Aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage gab es hier bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts Befestigungsanlagen. Der letzte Kampf des Siebenjährigen Krieges auf nordamerikanischem Boden wurde hier auf dem Hügel ausgetragen. Die bis dahin als "The Lookout" bezeichnete Anhöhe wurde vom britischen Oberst William Amherst in "Signal Hill" umbenannt, da von hier aus von einem Flaggenmast Signale für einlaufende Schiffe und in die Stadt gesendet wurden. Wir betreten also absolut historischen Boden. Die Sonne scheint aber es ist sehr windig. Der Atlantik leuchtet in wunderschönem Blau und wir haben von hier oben einen fantastischen Blick über die Stadt und den Hafen.

Es ist der 09. September 2015, abends und wir sitzen im Flieger nach Hause. Wir haben 5 Bundesstaaten durchquert, 3 Zeitzonen überschritten und knapp 5000 km zurückgelegt. Eine wunderschöne Reise mit vielen Erlebnissen, netten Menschen, schönen Städten, wilden Tieren (Robben, Wale, Elche, Weißkopfseeadler) und ganz viel Natur ist nun zu Ende. Auf der einen Seite ist es schade, dass der Urlaub vorbei ist. Auf der anderen Seite freuen wir uns aber auch wieder auf zu Hause, auf die Familie und unsere Freunde. Und ich sehne mich nach einer großen Scheibe frischem Roggenbrot oder Dinkelbrot. Nur kein Weißbrot.

Unsere Freundin Anna empfängt uns daheim mit einem leckeren Essen. Wir sollen ihr unbedingt sofort von unseren Erlebnissen berichten. Und schon höre ich wieder das Tosen der Niagara Fälle, sehe uns mit Gudrun und Grant am Lagerfeuer sitzen, fahre mit Dave über den Talon Lake, bestaune die Bibliothek im Parlamentsgebäude von Ottawa, sehe die Mink Wale im St. Lorenzstrom, steige auf den Leuchtturm von Twillingate und spüre den starken Wind, der auf Neufundland weht.

Für Sven und mich steht fest: wir wollen auf jeden Fall noch einmal nach Kanada. Lucy spekuliert derzeit eher auf sturmfreie Bude daheim.

Ein großes Dankeschön an SK-Touristik; für die Beratung, Reservierung und allem, was noch dazu gehört!