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Im RV in den Norden Kanadas Nordkanada / Alaska - Kanada Wohnmobil und Fraserway

Unsere Reise in die Northwest Territories
3 Wochen im kanadischen Nordland
Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von den SK-Kunden Monika & Peter Hesse

1.Tag
Endlich ging es los, wir sind schon am Abend vorher nach Frankfurt gefahren, haben ein Hotel mit Parkplatz für die Dauer unserer Reise gebucht und sind am Morgen ausgeruht und voller Vorfreude zum Flughafen gefahren, eingecheckt hatte ich am Abend im Hotel. Wir hatten auch unsere Flüge über SK gebucht und so hat auch alles gut geklappt. Der Flug mit Air Canada war sehr gut, Sitzkomfort auch in der Economy war gut. Nach 9,5 Std. waren wir am gleichen Tag in Calgary gelandet, wurden wir bei SK gewünscht mit einem Privat Shuttle in die Innenstadt von Calgary gefahren und am anderen Morgen wieder zum Airport gebracht. In Calgary haben den Calgary Tower besichtigt und gut zu Abend gegessen, wir haben versucht den Jetlage zu überwinden.

2.Tag
Am anderen Morgen ging es dann mit ca. 2 Std. Flugzeit nach Yellowknife, alles klappte ausgezeichnet (wir kennen es nicht anders von SK). Am Flugplatz erwartete uns der Vermieter Rick (ein Original), er holte uns mit unserem Truck-Camper ab fuhr uns in eine Wohnsiedlung und übergab uns das Fahrzeug, es war sehr windig und kalt. Uns wurde ja schon von Herrn Knüpp gesagt das wir nicht eine Übergabe wie in Whitehorse erwarten sollten, aber so hatten wir es doch nicht gedacht! Aber wir sind ja schon Wiederholungstäter und hatten etwas Camper Erfahrung, nur eben noch nicht mit einem Truck Camper. Er hat uns den Hebel für den Black-Tank gezeigt und meinte Gray ist gleich (kam uns komisch vor), gab uns noch Tips für Campgrounds am Ingraham Trail, sowie in Yellowknife. Egal voller Freude auf zum Lebensmittel einkaufen, wichtig auch Getränke mußten auf Vorrat eingekauft werden. Als wir alles im Auto hatten gings los, wir also Richtung Ingraham Trail (Ausgangspunkt für die Winter Ice Road), am Prelude Lake haben wir uns einen tollen Platz gesucht, nachdem wir alle Lebensmittel und Getränke verstaut hatten, haben wir einen schönen Spaziergang am Panoramic Trail gemacht. Die Nacht war kalt und klar. Morgens gegen 3.30 Uhr habe ich aus dem Fenster gesehen und die Polarlichter gesehen, ich habe Peter geweckt und wir wollten aus dem Camper, was soll ich sagen- no Power-, nichts mehr, Batterie im Camper leer!! Polarlichter waren super!

3.Tag
Am Morgen war es kalt im Camper, Heizung ging nicht also habe ich die Gasflammen angemacht, wir haben gut gefrühstückt und überlegt was wir machen. Wir waren ja schon so oft in Canada unterwegs, hatten aber noch keine solchen Probleme, aber es geht immer weiter. Wir wollten im ersten Moment nach Yellowknife zurück, aber wohin, Handy geht hier nicht und ich kann mich zwar gut verständigen wenn ich den Menschen persönlich gegenüberstehe, aber am Telefon?, Also wir los, der Wagen startete gut, also wir schon auf dem Weg zurück, plötzlich dachten wir, normal lädt sich die Batterie beim Fahren auf. Wir haben gewendet und sich den Ingraham Trail bis ans Ende gefahren, haben Wasserfälle besucht z.B. den Cameron Fall und auf der Rückfahrt hat ein Polarfuchs unserer Straße gekreuzt, konnte ihn gut fotografieren. Die Nacht haben wir dann in Yellowknife auf dem Fred Henne Territorial Park mit Power verbracht. Unser Abendessen wurde jeden Abend auf offenen Feuer bereitet, das ist doch klar oder? Auch an diesem tollen sonnigen Abend und als wir beim Essen saßen kam ein Fuchs ans Feuer, hat sich auch für ein Foto bereit gestellt.

4.Tag
Nach einem guten Frühstück, mit geladenen Batterien und voller Freude ging es los. Den Frontier Trail bis Fort Providence, eine lange Fahrt vorbei an Seen, Felsen und viel verbrannten Wäldern. Im August war die Straße sogar gesperrt da es so viele Feuer gab und die Leute sagten das bis Yellowknife der Rauch den Himmel schwärzte. Wir fuhren und warteten auf die Bisons, sie wurden ja überall angekündigt, aber dann ca. 150 km vor Fort Providence endlich Bisons, so viele direkt am Straßenrand. Endlich und nach ca. weiteren 20 km eine volle Bremsung unser 1. Schwarzbär, ein Traum ich konnte ein paar tolle Fotos schießen. Der Campeground in Fort Providence war sauber und hatte sogar Wi-Fi und wir konnten die ersten Fotos nach Hause senden.

5.Tag
Gut ausgeschlafen ging es weiter auf unserer Fahrt Richtung Hay River. Das nächste Erlebnis war die tolle ca. 1km lange DehChoBrigde, bevor es diese Brücke über den Mackenzie gab mußten alle Fahrzeuge mit der alten Merve Hardie Ferry übersetzen und das dauert länger, heute geht es ruck zuck über diese neue Brücke, es ist schon ein kleines Wunder was man dort verbracht hat. Einen nächsten Stopp legten wir in Kakisa bei den Lady Evelyn Falls ein. Man kann den Anblick nicht in Worte fassen, wie eigentlich alle Wasserfälle die wir besuchten, einfach unglaublich. Von dort sind wir weiter nach Hay River wir haben auf dem Territorial-Park , direkt am Hay River übernachtet. Steht man am Strand sieht man kein Ufer auf der anderen Seite, wie ein Meer. Der Great Slave See ist so riesig. Im NWT vergißt man Deutschland so schnell und man hat kein Zeitgefühl mehr, es gibt nur uns und dieses traumhafte Land! Gegessen wurde wie jeden Abend am offenen Feuer.

6.Tag
Unsere Fahrt geht weiter in Richtung Fort Smith auf der Wood Buffalo Route, ach nicht vergessen, immer Tank auffüllen wenn es eine Gelegenheit dazu gibt- das ist ganz wichtig. Kurzer Stopp am Little Buffalo River Falls, ist ein kleiner Wasserfall mit einem netten Campground. Als wir dann die Fahrt fortsetzten, nach ca. 10km Stopp-eine Schwazbärin mit 2 Kleinen sonnen sich am Straßenrand und überqueren die Straße, hatten genügend Zeit die Tiere in aller Ruhe zu beobachten. Man sollte wissen hier ist sogar das Autofahren Urlaub. Unser einsame Fahrt ging weiter , dann folgten wir einem ca. 11 km langen Abzweig Richtung Aussichtspunkt Salzebene des Salt Rivers im Buffalo Wood Park "Salt Plains", super Aussicht auf die Salzebene. Von dort könnte man auch gleich Peace Point abbiegen und wäre dann gleich im Park auf dem Campground. Ist die Straße aber nicht befahrbar und man müßte umkehren, könnte es knapp mit dem Benzin werden. Wir sind zurück zum Hwy und bis Fort Smith gefahren. Dort haben wir das Visitor Centre besucht und uns alles erklären lassen, haben Benzin aufgefüllt auf dem Queen Elisabeth Campground geschlafen.

7.Tag
Unsere Fahrt führt uns die Wood Buffalo Route zurück, auch auf der Rückfahrt hatten wir Glück mit Bisons und Schwarzbär, in Enterprise füllen wir Benzin auf und fahren zum Louise Falls Campground wo wir die Nacht verbrachten, von dort haben wir tolle Touren zu den Wasserfällen unternommen. Twin Fall Gorge.

8.Tag
Am Morgen ging es weiter , als nächste noch mal zum Alexandra Falls, man kann jede Menge Fotos machen so toll sind diese Wasserfälle. Unsere Fahrt geht weiter, es gibt eine unendliche Weite, das Land ist unendlich. Wir folgen der Waterfalls Route Hwy 1 den Mackenzie Highway, wir wollen nach Fort Simpson. Wir machen Stopp am Sambaa Deh Fall, ein netter Campground. Wir haben eine tolle Tour am Trout River mit seinen Stromschnellen unternommen, Fossilien auf dem Plateau gesucht und sind zu überwältigten Coral Falls gewandert. Am Abend saßen wir am großen Feuer welches Ray vom Campground für uns machte, plauderten bis in die Nacht und tranken Kaffee. Die Menschen sind alle sehr offen und freundlich. Auf die Polarlichter warteten wir in dieser Nacht vergebens.

9.Tag
Wir starten gut vorbereitet am Morgen mit den Empfehlungen von Ray für Fort Simpson. Wetter war super und gegen Mittag waren wir in Fort Simpson, Visitor Center war geschlossen, also wir los und haben Simpson Air aufgesucht. Wir buchten gleich für den Mittag einen Flug in den Nahanni Park, Wetter Info war gut, wir haben zwar einwenig überlegt denn der Flug ist sehr teuer da wir nur 2 Personen waren. Aber werden wir das jemals wieder machen? Also kurz entschlossen, wir fliegen, Peter hat mir zu Liebe sogar seine Flugangst unterdrückt und ist mit geflogen. Wir haben dann Ted Grant den Besitzer kennengelernt als er hörte das wir von SK und Herrn Schoof kommen. Wir sagten Ihm Grüße von Rainer und Ted sagte uns das sie schon lange Freunde sind und viele Grüße an Ihn. Unser Flug startete gegen 13.30 mit dem Wasserflugzeug vom Mackenzie River, es war super, die Sicht war sehr gut, ich konnte vorn sitzen und fotografieren, es war einfach unglaublich. Wir landeten in der Nähe des Virginia Falls. Der Trail entlang des Nahanni Rivers war schon allein ein Erlebnis. Ein Zeitgefühl hatten wir nicht mehr vielleicht sind ca. 20 min gelaufen und dann standen wir oben und konnte auf diesen unglaublichen Wasserfall sehen. Man fühlt sich einfach so unendlich klein. Du weißt hier her kommt man nicht einfach mal so und wir waren 3 Menschen allein mit dieser traumhaften, unberührten Natur. Wir mußten dann wieder weiter und machten einen 2. Stopp bei der Lodge von Ted am Little Doctor Lake. 2 Gäste waren dort, wir konnten uns die Unterkunfte ansehen , es gibt kein Strom oder Wasser, es ist wie im Paradies und der Blick auf den See, den wird man nicht vergessen. Dann ging der Flug zurück, Peter mußte sich noch mal anstrengen und fast am Ende unseres Fluges steuert ich das Flugzeug und unser junger Pilot hatte Freude an Peters ängstlichen Blicken, ich war stolz und froh als ich das Steuer wieder übergeben konnte. Gegen 19 Uhr waren wir von unserem unglaublichen Ausflug zurück. Wir haben es nicht bereut, es wir unvergesslich bleiben. Wir fuhren auf den Campground und haben den Abend ausklingen lassen.

10.Tag
Morgens haben wir unsere Vorräte aufgefüllt, getankt und sind wieder in Richtung Checkpoint und dann den Liard Trail nach Fort Liard. 286 km Schotterpiste da weiß man was Weite ist, auf dieser Fahrt ist uns 1 Auto entgegen gekommen, unterwegs haben wir nochmals Schwarzbären gesehen und fotografiert. Als wir dann am Nachmittag Fort Liard erreichten haben wir auf einem netten Campground am Hay Lake übernachtet, hatten wieder tolles Wetter und konnten am Feuer sitzen und haben dort Biber, Bisons und Schwarzbär beobachtet.

11.Tag
Am Morgen haben wir in Ford Liard unseren Tank aufgefüllt und sind in Richtung Fort Nelson gefahren und dann heißt es Abschied nehmen vom Northwest Territories. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man seine Reise ins NWT vielleicht Ende August planen, denn ab 15.9. schließen alle Campgrounds. Wir sind schon oft mit SK gereist und wurden immer sehr gut von Herrn Schoof beraten. Unsere 1. Reise war 2003 in BC, dann kam der Yukon und der hat uns nicht mehr los gelassen. Diese Reise war etwas Besonderes, wir haben eine ganz andere Landschaft gesehen, viele Tiere beobachten können und es wird uns unvergesslich bleiben. Danke an das gesamte Team von SK, auch vielen Dank an Herrn Knüpp für seine Hilfe bei unserer Planung.

12.Tag - Ende (25.09.)
Von Fort Nelson sind wir zum Muncho Lake dort haben wir 2 Tage verbracht, haben schöne Touren unternommen, dann ging es weiter zu den Liard River Hot Springs, besuchten den Smith River Fall ca. 2km vom Alaska Hwy. In Watson Lake brachten wir ein Schild aus der Heimat beim Sign Post Forest an, bei der Weiterfahrt auf dem Alaska Highway konnten wir einige Schwarzbären beobachten. Dann ging es nach Teslin, von dort fuhren wir ein Stück die Canol Rd, Hwy 6, mußten aber umdrehen da das Wetter schlechter wurde. Wir fuhren dann Richtung Atlin, übernachteten haben wir am Snafu Lake Goverment Campgraund, konnten eine Biber beobachten. Unsere Reise ging über Carmacks und irgendwann nach Whithorse und dann zurück nach Deutschland. Wir freuen uns schon heute auf unseren nächsten Urlaub mit SK und auf den Yukon

Monika & Peter Hesse