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Gedanken von Kanadareisenden Kanada - Kanada Fraserway

SHE CANada
Text: Rainer Schoof

SHE CANada:

Der erste Abend draußen. Das Wohnmobil ist eingeparkt. Erst einmal aus­­stei­gen und sich umschauen. Schön hier. "Und gut, dass wir nicht auf diesem einsamen Stellplatz im Wald geblieben sind", denkt sie. "Ok, jetzt sollte ja erst einmal Ruhe ein­kehren. Tun müssen wir heute ja nichts mehr", denkt sie weiter und setzt sich an den Picknicktisch. "Abendessen? Hmm, vielleicht. Später. Ich habe noch gar nicht so richtig Hunger. Kein Wunder, nach diesem opulenten Frühstück gerade im Hotel!"

Naja, jetzt geht es dann wohl los, das Campingkochen. Ganz klar eines der Mankos an diesem Urlaub. "Ok, dann bereite doch schon mal alles vor", seufzt sie ihm schicksalsergeben zu. "Kartoffeln mit irgendwas, oder?"

"Ich weiß, wo die Kartoffeln sind", denkt sie, "das Fleisch wird er wohl finden." Sie steigt ins Wohnmobil und holt Topf und Pfanne hervor. "Wo ist wohl das Feuerzeug zum Entzünden des Gasherds? Und was macht er denn jetzt da draußen?"

"Wir machen alles hier drinnen im Wohnmobil", ruft sie ihm sicherheitshalber zu. "Nein" widerspricht er ihr gereizt. "Wir wollen alles auf dem Feuer machen." Sie steht auf der Eingangstreppe und blickt auf den neu gekauften Topf in ihrer Hand. "Nein", schüttelt sie innerlich den Kopf, "der ist dann ja sofort pottdreckig. Und die Steaks dann etwa auch auf diesem unappetitlichen Grillrost?"

Sie versucht zu retten, was noch zu retten ist. "Ok, mach Du die Steaks auf dem Feuer, ich mache die Kartoffeln im Mobil." Sie runzelt die Stirn, denkt "wie dämlich, aber meinetwegen. Ist schließlich Urlaub" und zwinkert ihm verständnisvoll zu.

HE CANada:

Der erste Abend draußen. Das Wohnmobil ist eingeparkt. Erst einmal aussteigen und sich umschauen. Schön hier. "Nur blöd, dass wir nicht auf diesem einsamen Stellplatz im Wald geblieben sind", denkt er. "Ok, jetzt geht's weiter. Es gibt noch so viel zu tun", denkt er weiter, klatscht in die Hände und ärgert sich etwas, dass sie sich erst einmal an den Picknicktisch setzt. "Abendessen! Na klar, jetzt! Ich hab' aber mal so richtig Hunger! Kein Wunder, gab ja bloß dieses leichte Frühstück frühmorgens im Hotel!"

Super, jetzt geht es endlich los, das Campingkochen. Ist schließlich mit das Schönste an diesem Urlaub. "Ok, ich bereite dann schon mal alles vor", hört er sie voller Tatendrang trällern. "Steak mit irgendwas, oder?"

"Ich weiß, wo die T-Bones sind", denkt er, "den Rest wird sie wohl finden." Er beginnt, Brennholz in der Feuerstelle aufzuschichten. "Wo ist wohl das Feuerzeug zum Anzünden des Lagerfeuers? Und was macht sie denn jetzt da drinnen?"

"Machen wir alles hier drinnen im Wohnmobil?", hört er sie verunsichert rufen. "Nein", beruhigt er sie sanft. "Wir können alles auf dem Feuer machen." Von der Eingangstreppe hält sie ihm schon den neu gekauften Topf hin. "Ja, genau", nickt er innerlich, "dafür haben wir den Billigtopf ja extra gekauft. Und die Steaks kloppen wir direkt daneben auf den praktischen Grillrost!"

"Ok, mach Du die Steaks auf dem Feuer, ich mache die Kartoffeln im Mobil", scheint sie seine Idee nicht verstanden zu haben. Er runzelt die Stirn, denkt "wie uncool, aber meinetwegen. Ist schließlich Urlaub" und zwinkert ihr verständnisvoll zu.